Wegen geplanter Schließung der Sprachlernklassen

Wildeshauser SPD kritisiert SPD-geführtes Kultusministerium

Tauschten sich aus: Ulrich Becker (SPD), Jan Pössel, Kerstin van Dyken (beide Realschule) und Matthias Kluck (SPD, von links).
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Tauschten sich aus: Ulrich Becker (SPD), Jan Pössel, Kerstin van Dyken (beide Realschule) und Matthias Kluck (SPD, von links).

Die Sprachlernklassen an der Wildeshauser Haupt- und der Realschule sollten erhalten bleiben. Das fordert die lokale SPD, die sich in der Realschule über die Lage informiert hat.

Digitalisierung, Integration, Inklusion, Homeschooling – über diese Themen wollten sich die SPD-Mitglieder im Wildeshauser Schulausschuss an der Realschule der Kreisstadt informieren. Dort wurden Ulrich Becker und Matthias Kluck von Schulleiter Jan Pössel und von der stellvertretenden Schulleiterin Kerstin van Dyken begrüßt, heißt es in einer Pressemitteilung der SPD von Freitag.

Dabei stand zunächst die digitale Ausstattung der Realschule im Mittelpunkt: „Wir haben in den vergangenen Jahren hier einige Verbesserungen erreicht“, befand Pössel. Insgesamt stehen aktuell 25 digitale Tafeln zur Verfügung – und es werden mehr: „Im Sommer werden wir weitere Geräte erhalten“, ergänzte van Dyken. Sehr zur Freude der Sozialdemokraten, die sich in der jüngsten Zeit für ein Digitalisierungsprogramm stark gemacht haben. „In den vergangenen drei Jahren haben wir jeweils 100 000 Euro in die Digitalisierung der Realschule investiert. Das ist sehr gut angelegtes Geld“, betonte Becker.

Doch es gibt auch noch viel zu tun. „Die Administration der Geräte muss dringend besser werden“, mahnte der Schulleiter und gab zu bedenken: „Wir haben jetzt vier verschiedene Gerätetypen. Das macht die Arbeit schwieriger. Wenn wir uns entscheiden sollten, Tabletklassen einzuführen, nimmt die Anzahl der zu verwaltenden Endgeräte noch einmal stark zu.“ Ein Lichtblick: Die Stadt Wildeshausen hat sich jetzt für einen Gerätetyp für alle Schulen entschieden. „Das wird unsere Kollegen langfristig entlasten“, war sich van Dyken sicher.

Die vielleicht größte Herausforderung ist die Integration. „Unsere Sprachlernklassen haben gute Erfolge erzielt“, befand die stellvertretende Schulleiterin. Dass diese jetzt vom SPD-geführten Kultusministerium eingestellt werden könnten, ist in den Augen der Sozialdemokraten ein Skandal. „Sprache ist der Schlüssel zum Erfolg. Dieses Angebot muss erhalten bleiben“, bekräftigte Kluck. Die gewonnenen Eindrücke wollen die Ratsmitglieder nach Hannover weitergeben: „Wir stehen ganz klar an der Seite der Lehrer und der Schüler“, betonten die Schulpolitiker.

Bei einem anschließenden Rundgang zeigte Pössel einige Räume der Schule. „Erfreulich ist, dass die Realschule jetzt barrierefrei ist. Dafür haben wir uns seit vier Jahren eingesetzt“, erinnerte sich Kluck. Becker, selbst Förderschullehrer, freute sich ebenso über die hergestellte Barrierefreiheit, betonte aber auch: „Damit Inklusion gelingen kann, braucht es auch eine gute Personalsituation und die Unterstützung von Fachpersonal.“ Insgesamt zogen die Teilnehmenden ein positives Fazit.

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