Wildeshauser mit seinem MG auf Tour

Mit „Margret“ geht es auf den „Wild Atlantic Way“

Mit seiner „Margret“ ist Michael Haake auch schon in Schottland unterwegs gewesen. Jetzt geht es zum fünften Mal für vier Wochen nach Irland, um für die gute Sache zu sammeln.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Es ist der „Wild Atlantic Way“ in Irland, der es dem Wildeshauser Michael Haake (46) angetan hat. Und genau diese mehr als 3 000 Kilometer lange Route will er jetzt mit „Margret“ abfahren. Allerdings ist das keine weibliche Begleitung, sondern sein MG „Midget MK III RWA“, Baujahr 1973. Und die Tour geht für eine gute Sache über die Bühne.

Den Namen hat er seinem Roadster in Anlehnung an die ehemalige britische Premierministerin Margret (Maggie) Thatcher gegeben: „Unser Auto ist eben auch eine ,Eiserne Lady‘, die mit ihren 66 PS, 1,3 Litern Hubraum und einem Gewicht von 800 Kilogramm noch sehr gute Dienste leistet. Auch, wenn sie bereits gut 130 000 Meilen auf dem Tacho hat.“

Die Fahrt soll jetzt helfen, Gutes zu tun: Über die Internet-Seite „justgiving.com“, auf die ihn ein anderer Oldtimer-Fahrer gebracht hatte, ist der Wildeshauser auf die Organisation „Make a Wish“ aufmerksam geworden, für die er nun sammeln möchte. „Dabei handelt es sich um einen Verein, der sterbenskranken Kindern einen Herzenswunsch erfüllt“, so Haake.

Der MG-Fan, seit einiger Zeit Frührentner, sieht in dieser Fahrt die Möglichkeit, sich selber wieder etwas zu motivieren: „Ich hatte eine missglückte Operation am Hörnerv, bei der OP habe ich dann einen Schlaganfall erlitten und war teilweise gelähmt und bin heute noch auf dem linken Ohr taub.“ Aber aufgeben wollte er nicht: „Ich habe mich wieder hochgekämpft, der Rechtsstreit läuft noch. Das Autofahren klappt sehr gut, sodass ich die Tour ohne Probleme angehen kann.“

Vier Wochen will Haake ab etwa 5. Juli in Irland unterwegs sein und hofft, dass einiges an Geld zusammenkommt. Spenden kann übrigens jeder online, der Kindern eine Freude machen möchte. Näheres gibt es unter https://margret-on-tour. jimdo.com. „Ich werde am Auto auch einen Hinweis darauf haben, welchem Zweck meine Tour dient“, erklärt Haake. Freuen würde er sich auch über Spender aus der hiesigen Region. Er weiß, dass die Spendenbereitschaft in Irland eher durchwachsen ist: „Den Menschen geht es nicht so gut wie uns, da sitzt das Geld nicht so locker. Daher hatte ich die verrückte Idee, mit dieser Fahrt einen kleinen Beitrag zu leisten, damit Kinderwünsche in Erfüllung gehen können.“ Er hoffe, dass auch während der Fahrt einige Menschen etwas Geld spenden: „Jeder Cent kommt dort an, wo er gebraucht wird. Ich nehme auch Bargeld entgegen.“

Aber warum die Tour gerade durch Irland? „Dieses Land ist uns sehr ans Herz gewachsen. Ich war mit meiner Ehefrau Simone schon vier Mal dort. Wir haben auch schon Teile der Route ,Wild Atlantic Way‘ befahren“, so Haake. Irland biete sehr viel – schöne Landschaften mit sehr viel Kultur: „Zudem ist dort alles noch ein wenig entschleunigt. Und die Menschen sind sehr nett und hilfsbereit.“ Ihnen sei das Menschliche, das bei uns vielerorts längst verloren gegangen sei, noch erhalten geblieben: „Wir haben in den Jahren ausschließlich gute Erfahrungen gemacht.“

Schon jetzt, nachdem er auf der Internetseite seine Pläne veröffentlicht habe, habe er Einladungen von Iren bekommen. „Außerdem habe dich per Mail schon einige Geschichten von Kindern erhalten, die sich etwas wünschen“, erzählt Haake.

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