Wildeshauser Mediziner im Ruhestand bieten Sprechstunde für Flüchtlinge an

Medizinische Betreuung mit Händen und Füßen

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Am Dienstag kam ein weiterer Bus mit Flüchtlingen an. Landrat Carsten Harings (M.) war zur Begrüßung vor Ort.

Wildeshausen - Für die ersten Flüchtlinge, die im Rahmen der Amtshilfe für das Land Niedersachsen im Landkreis Oldenburg aufgenommen wurden, endet am Freitag die vierwöchige Frist. Was danach mit ihnen passiert, ist noch nicht klar. Denn vom Land gab es bislang kein Signal.

Zunächst geht der Landkreis davon aus, dass die Menschen vorerst hier bleiben. Ziel ist es ohnehin, möglichst viele Menschen auf die Quote anrechnen zu lassen, um die Flüchtlinge dauerhaft hier unterzubringen. Unterdessen kamen am Dienstag weitere 100 Menschen im Rahmen der erweiterten Amtshilfe nach Wildeshausen, doch auch diesmal ließen sich nicht alle registrieren, weil sie weiterreisen wollten.

Die Arbeit läuft sowohl in der Gymnasiumshalle als auch in der Widukind-Halle in geordneten Bahnen. Seit einigen Tagen bieten in den Räumen der Sporthalle am Gymnasium die Mediziner Brigitte Schulte, Volker Kuhlmann und Rolf Lange eine hausärztliche Sprechstunde an. Die Ärzte im Ruhestand waren vom Landkreis gefragt worden, ob sie sich engagieren würden. „Das machen wir gerne“, so Lange. „Es macht Spaß, hier noch einmal medizinisch tätig zu sein.“

Zweimal die Woche ist jeweils für drei Stunden Sprechzeit. Vor dem Behandlungszimmer bilden sich schnell Warteschlangen. Dort sorgt Noelle Haddad von den Maltesern für einen ordentlichen Ablauf. Sie ist gebürtige Libanesin und spricht deutsch, französisch, englisch sowie arabisch. Im Sprechzimmer ist auch eine Dolmetscherin dabei. „Manchmal unterhalten wir uns aber auch mit Händen und Füßen“, so Lange. Bei ihm finden sich Patienten ein, die stark erkältet sind, andere leiden unter Diabetes oder haben gerade eine Operation hinter sich. „Manche von ihnen benötigen Medikamente“, berichtet der Arzt. Im Gebäude gebe es eine kleine Apotheke. „Was nicht vorrätig ist, wird geliefert.“ Die Patienten seien sehr dankbar, sagt Lange. Sie würden geduldig warten, bis sie an der Reihe sind. „Und wir finden es wichtig, hier helfen zu können.“

dr

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