Konfirmanden und Betreuer befassen sich mit dem Thema „Reformation“

84 Wildeshauser in der Lutherstadt Wittenberg

Große Begeisterung herrschte schon bei der Abfahrt nach Wittenberg. 84 Wildeshauser fuhren in die Lutherstadt.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Mehr als 800 Konfirmanden aus dem Oldenburger Land feiern in diesen Tagen 500 Jahre Reformation in der Lutherstadt Wittenberg. Dort, wo der Mönch Martin Luther vor 500 Jahren seine 95 Thesen angeschlagen haben soll, stehen sie in Scharen, sitzen in der Sonne und schießen Selfies vor der dunklen Bronzetür. Am Mittwochvormittag machten sich 64 Konfirmanden und 20 K-Teamer sowie Betreuer aus Wildeshausen in zwei Reisebussen auf den Weg.

Auf dem Parkplatz an der Delmenhorster Straße schossen die Teilnehmer um die Pastoren Markus Löwe und Lars Löwensen sowie die Betreuer Katja Jöllenbeck und Marion Sopke ein Abschiedsfoto, dann ging es bei herrlichem Sonnenschein in Richtung Wittenberg. Die Teilnehmer wollen dort ein Stück Reformationssommer hautnah miterleben.

Lea ist eine Teilnehmerin aus dem Oldenburger Land. Mit ihrer Konfirmandengruppe ist die 13-Jährige fünf Tage lang an dem Konfi-Camp „trust and try“ beteiligt. „Am ersten Abend haben wir mit allen anderen Konfis eine Art Willkommensparty gefeiert, dann eine Andacht gemacht, etwas Leckeres gegessen und unsere Zelte bezogen“, erzählt sie. In ein Übernachtungszelt passen etwa zwölf Personen

In einer Zeltstadt am nördlichen Stadtrand von Wittenberg leben die jungen Menschen auf Zeit zusammen. Begleitet von Pfarrern sowie Teamern beschäftigen sie sich laut dem Motto des Lern- und Freizeitwochenendes mit „vertrauen und ausprobieren“ – zwei Begriffen, die auch gut mit Luther und seinen Weggefährten der Reformationsbewegung in einem Atemzug genannt werden können. Auf dem Programm stehen Andachten und Workshops, aber auch Ausflüge in die Altstadt.

In mehrerlei Hinsicht eine wichtige Erfahrung

„Ich habe das Gefühl, die Konfis haben Lust auf das Programm, weil sie sehen, dass es eine gute Mischung ist zwischen miteinander arbeiten und Spaß haben, unterwegs sein können sowie frei gelassen werden.“ Matthias Hempel ist der Beauftragte der oldenburgischen Kirche für die Konfirmandenzeit. Das Camp sei in mehrerlei Hinsicht eine wichtige Erfahrung für Konfirmanden wie auch Pfarrer sowie Teamer gleichermaßen, sagt Hempel. „Es gibt Kreatives für die Hände, etwas zum Besinnen für das Herz und Kniffliges zum Nachdenken.“

Die Arbeit in der von zu Hause vertrauten Konfigruppe stärke das Miteinander, gleichzeitig werde durch den Kontakt mit anderen Gruppen in Volleyballturnieren, spaßigen Wasserschlachten und fröhlichen Andachten aber auch der eigene Horizont erweitert.

An den insgesamt elf KonfiCamps und drei JugendCamps während des Wittenberger Reformationssommers beteiligen sich 18 Landeskirchen. Bis Mitte September werden rund 128.000 Konfirmanden erwartet, mehr als 800 davon aus Gemeinden der oldenburgischen Kirche. Auf der Wiese vor den Toren Wittenbergs stehen für sie insgesamt 160 Zelte bereit, darunter vier große Zeltkirchen mit Platz für bis zu 350 Personen sowie 132 Übernachtungszelte.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Erntefest in Neddenaverbergen 

Erntefest in Neddenaverbergen 

Trecker-Oldtimer-Treff in Vethem

Trecker-Oldtimer-Treff in Vethem

Schwarmer Familientriathlon

Schwarmer Familientriathlon

20 Jahre Gemüseabo in Dörverden 

20 Jahre Gemüseabo in Dörverden 

Meistgelesene Artikel

Politesse: „Die Beleidigungen gehen oftmals unter die Gürtellinie“

Politesse: „Die Beleidigungen gehen oftmals unter die Gürtellinie“

Fieberhafte Suche nach Sexualstraftäter in Oldenburg

Fieberhafte Suche nach Sexualstraftäter in Oldenburg

50 Jahre Altenpflege aus Familienhand

50 Jahre Altenpflege aus Familienhand

Audi fährt seitlich in Gespann und bringt dieses zum Umkippen

Audi fährt seitlich in Gespann und bringt dieses zum Umkippen

Kommentare