Gruppe kehrte aus Wittenberg heim

Wildeshauser Konfirmanden tragen Bischof Jan Janssen auf Händen

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Aus Wildeshausen waren auch die Pastoren Lars Löwensen und Markus Löwe in Wittenberg dabei.

Wildeshausen - Am Sonntagabend wurden die 82 Konfirmanden und Betreuer aus Wildeshausen aus der Lutherstadt Wittenberg kommend zurückerwartet, wo sie vier Tage an einem Konfi-Camp teilgenommen hatten. Einer der Höhepunkte war sicherlich der Besuch von Bischof Jan Janssen, der am Freitag von den jungen Menschen auf Händen getragen wurde.

Ein kleines bisschen zögerlich wirkte er zwar zunächst, doch dann machte es sich der Theologe bequem. Die Arme hinter dem Kopf verschränkt, ließ er sich hochheben zum Crowdsurfing. Die Jugendlichen trugen ihren Bischof buchstäblich auf Händen – und er vertraute ihnen, dass alles gut gehen würde.

Folgt 2018 ein Camp in Ahlhorn?

Denn darum ging es im Camp am Rande der Weltausstellung Reformation in Wittenberg: Vertrauen. „Trust and Try“, „Vertrau und probier“ lautet das Motto der insgesamt elf Konfi-Camps, zu denen insgesamt rund 15.000 Konfirmanden aus ganz Deutschland erwartet werden. Und weil in der vergangenen Woche zahlreiche Konfirmanden aus dem Nordwesten Deutschlands in Wittenberg dabei waren, hatten es sich die drei leitenden Geistlichen der nordwestdeutschen Kirchen – neben Bischof Janssen auch der reformierte Kirchenpräsident Martin Heimbucher und der Bremer Schriftführer Renke Brahms – nicht nehmen lassen, das Zeltlager zu besuchen.

Bischoff Jan Janssen vertraute den jungen Menschen und ließ sich auf Händen tragen.

„Es geht darum, den Horizont zu erweitern“, betonte Bischof Janssen in Wittenberg. „Die jungen Menschen sollen Jugendliche aus anderen Gemeinden kennenlernen, nicht nur den eigenen Kirchturm sehen.“ Auf dem Programm der Teilnehmer standen Gottesdienste und Andachten ebenso wie Ausflüge nach Wittenberg, Workshops und klassischer Konfirmandenunterricht. Und das alles unter den besonderen Bedingungen eines Zeltlagers, in Gruppen, die über Gemeindegrenzen hinweg gemischt waren. 

„Ich finde das hier sehr beeindruckend, und sehr durchdacht“, sagte Janssen. Jugendliche hätten ja ohnehin einen weiteren Radius als die Ortsgemeinde: Zur Schule oder zum Sport führen sie ja auch in Nachbargemeinden. „Für das nächste Jahr gibt es Pläne, ein Konfirmandencamp in Ahlhorn durchzuführen“, sagte Janssen. „Das kann ich mir sehr gut vorstellen.“

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