Eltern und Lehrer informieren Kreispolitik

Schultausch hängt nicht nur an den Räumen

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Möglicher zukünftiger Standort der Hunteschule: die St.-Peter-Schule.

Wildeshausen - Kreistagsabgeordnete mehrerer Fraktionen sind am Mittwoch in der Wildeshauser Hunteschule zusammengekommen, um sich über das pädagogische Konzept für den Fall eines Immobilientausches mit der St.-Peter-Schule zu informieren.

„Es ist noch nichts beschlossen“, betonte der Vorsitzende des Kreis-Schulausschusses, Bernd Bischof, auf Nachfrage unserer Zeitung. Er sprach von einer „schwierigen Entscheidung“. Im Gespräch mit der Schulleitung habe er zwar den Eindruck gewonnen, die Bedenken bezüglich mangelnder Fachräume seien größtenteils ausgeräumt. „Aber es ist ja nicht so, dass alles abgehakt ist, wenn die Räume stimmen“, unterstreicht der Ganderkeseer.

Die Stadt Wildeshausen hatte dem Landkreis basierend auf einen Ratsbeschluss vom Februar einen Schultausch vorgeschlagen. Allerdings hatte der Kreis Nachbesserungen gefordert. Daraufhin bot die Stadt an, drei Fachräume für insgesamt rund 650.000 Euro an die Turnhalle gegenüber von der St.-Peter-Schule anzubauen.

Diese Lösung ist bei der Schulleitung offenbar auf fruchtbaren Boden gefallen. Doch es geht eben um mehr als nur die Räume. Während des Treffens waren auch Elternvertreter vor Ort, die skeptisch wegen des Umfelds am alternativen Standort waren. Schon in der Vergangenheit war der Altersunterschied der Förderschüler zu den Mädchen und Jungen der Holbeinschule thematisiert worden. „Diese Einwände müssen wir berücksichtigen“, findet Bischof. Das hätten alle Fraktionen so gesehen. Auch die Schulleitung habe in dieser Hinsicht vorsichtige Bedenken angemeldet. Für die nächste Sitzung des Kreis-Schulausschusses am 16. Oktober wollen Elternvertreter und Lehrerschaft schriftliche Stellungnahmen verfassen, um ihre Position zu verdeutlichen.

Für Arnold Hansen (Freie Wähler) ist klar, dass er gegen den Tausch stimmen wird. Der Kreistagsabgeordnete befürchtet eine Stigmatisierung der Förderschüler durch die Holbeinschüler. „Kinder sind brutal, und der geschützte Raum wäre weg“, so der Ganderkeseer. „Wildeshausen hat ein Problem, und die Stadt muss sehen, dass sie selbst eine Lösung herbeiführt“, sagt er.

Der Schulausschuss des Kreises wird Anfang Oktober eine Empfehlung abgeben. Das letzte Wort hat der Kreistag, der am 18. Dezember eine Entscheidung zum Schultausch fällen wird.  

bor

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