„Wildeshauser Hof“ wird viergeschossig

Grünes Licht für Hotel-Erweiterung

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Viergeschossig plus Dachgeschoss: Der „Wildeshauser Hof“ soll deutlich erweitert werden. Grafik: Jacobi

Wildeshausen - Wer in Wildeshausen von der Delmenhorster Straße in Richtung Hunte fährt, wird sich in Zukunft an der Straße „Im Hagen“ an ganz neue Ausblicke gewöhnen müssen. Nicht nur, dass dort eine große Senioreneinrichtung entsteht, auch das Hotel „Wildeshauser Hof“ plant eine deutliche bauliche Erweiterung.

Ob es sich um einen „Gewinn“ am Eingang zur Stadt handelt, wie Architekt Karl-Wilhelm Jacobi im Bauausschuss behauptete, oder um ein Gebäude, das aussieht wie die „Außenstelle des Finanzamtes Bochum“ (UWG-Ratsherr Kolloge) ist letztendlich eine Geschmacksfrage. Bei zwei Gegenstimmen der UWG und einer Enthaltung von Walter Panschar (SPD) wurde jedenfalls die Anpassung der Bauleitplanung empfohlen.

Einige Ausschussmitglieder formulierten jedoch „Bauchschmerzen“ bei dem computeranimierten Anblick des viergeschossigen Gebäudes mit fünftem Panoramageschoss (wo bislang nur zwei Geschosse erlaubt sind). Kolloge sah keinen baulichen Zusammenhang zum deutlich niedrigeren Altgebäude, Panschar fand es „ein Geschoss zu hoch“, Christa Plate (CDU) fand es im Vergleich zum benachbarten Kindergarten „zu massiv“, und Karl Schulze Temming-Hanhoff (parteilos) sah „keinen roten Faden“ bei der Planung, da man dem Investor für das benachbarte Seniorenheim nur zwei Geschosse erlaubt habe. Begeistert zeigten sich andere Politiker von der Investitionsentscheidung der Hotelbesitzer. „Das Dachgeschoss mit Panoramablick und großem Saal für 300 Personen ist eine Granate“, fand Wolfgang Sasse (CDU). Helmut Müller (FDP) erklärte: „Das sieht gut aus. Wir brauchen zudem dringend neue Hotelzimmer“, und Kolloge hatte grundsätzlich auch keine Probleme mit einer Erweiterung, wenn das Gebäude nicht wie ein „Fremdkörper im gesamten Areal“ wirken würde.

Architekt Jacobi erläuterte, dass 50 neue Doppelzimmer und 25 zusätzliche Parkplätze (insgesamt 53 Plätze) geplant sind. Weitere Parkplätze könnten vor dem Amtsgericht und dem Katasteramt genutzt werden, weil die Schranke geöffnet werde. Die Kosten der Bauleitplanänderung trägt der Antragsteller. Es wird zudem ein städtebaulicher Vertrag abgeschlossen.

dr

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