Betriebsinformationstag zeigt gute Ausbildungschancen für junge Menschen auf

Wildeshauser Hauptschüler von Firmen stark umworben

Karl-Heinz Bassow, Axel Hökendorf, Ansgar Ellermann und Dieter Hinxlage stellten den Schülern den Beruf des Schornsteinfegers vor.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Der Abschluss auf der Hauptschule gilt in vielen Regionen Deutschlands wenig. Wer in Wildeshausen nach neun oder zehn Jahren ein ordentliches Zeugnis vorlegt, hat beste Chancen, einen attraktiven Beruf zu erlernen. 

Es gibt viele Firmen, die um die jungen Absolventen werben. So stellten am Dienstag 15 Firmen sowie Innungen ihre Ausbildungsmöglichkeiten in den neunten und zehnten Klassen vor. Mit Agrarfrost, Atlas Weycor, B&F Metallbautechnik, Gebrüder Sauer, Geestland, Hermes Systeme, Kombifracht oder dem Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband waren namhafte Betriebe dabei. 

Aber auch Go Gondzo, der Kindergarten Schatzinsel, Kornkraft, Landkreis Oldenburg, Stadt Wildeshausen, die Schornsteinfeger der Region, und die Staudengärtnerei Schachtschneider waren mit am Start und zeigten, welche Berufe dort erlernt werden können.

Mit Janik Poppe war ein Auszubildender von Hermes-Systeme dabei. Er hatte sich vor einem Jahr beim Betriebsinformationstag erkundigt und sich dann beworben. Seit drei Monaten erlernt er den Beruf des Elektrikers für Automatisierungstechnik. „Wir finden hier sehr gute und motivierte Auszubildende“, berichtete der stellvertretende Ausbildungsleiter von Hermes, Kevin Niemeyer. Seine Firma sei an Hauptschülern interessiert, die dort den Realschulabschluss absolvieren und gut in Physik sowie Mathematik sind. Mit Adnan Fakhro habe man diesen Sommer einen zweiten Absolventen von der Schule in die Ausbildung aufgenommen.

Straßenwärter und Schornsteinfeger stellen sich vor

Wer „nur“ seinen Hauptschulabschluss nach der neunten Klasse hat, muss sich ebenfalls nicht sorgen, dass er keinen Job findet. So stellte der Landkreis Oldenburg die Ausbildung zum Straßenwärter vor. „Wir sind ein tolles Team und kümmern uns um die Kontrolle, Unterhaltung, sowie Instandsetzung von Straßen, Brücken und Tunnel sowie der Bäume und Sträucher am Straßenrand“, erklärte der technische Mitarbeiter Peter Meisner. Auch der Winterdienst gehöre zum Aufgabenfeld. Wer motiviert sei, könne sich weiterqualifizieren und gutes Geld verdienen.

Damit werben auch die Schornsteinfeger in der Region. Am Dienstag stellten Dieter Hinxlage, Karl-Heinz Bassow, Axel Hökendorf sowie Ansgar Ellermann ihren Beruf vor, der Hauptschülern nach der neunten Klasse offensteht. Zwar habe man derzeit keine Nachwuchsprobleme, doch in sieben Jahren sei mit einer Verrentungswelle zu rechnen, erzählten sie. Damit seien die Berufschancen für Neue sehr gut. Und wer sich auf Energietechnik spezialisiere oder gar den Meister mache, könne sofort mehr verdienen. Der Job ist auch für Frauen gut geeignet. „Und bei uns verdienen die Frauen und Männer bei gleicher Qualifikation auch das gleiche Geld“, erklärte Hökendorf.

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