Von der Kunst, zu argumentieren

Wildeshauser Gymnasiastin gewinnt bei Regionalentscheid des Wettbewerbs „Jugend debattiert“

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Die Gewinner der Sekundarstufe I: Lotta Matthiesen, Ann-Sophie Peck, Max Jannes Theil und Hunter Coester (von links). 

Wildeshausen/Bruchhausen-Vilsen - Lotta Matthiesen (16) vom Gymnasium Wildeshausen hat am Dienstag beim Regionalentscheid des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ in Bruchhausen-Vilsen den ersten Platz in der Sekundarstufe II gewonnen. Max Jannes Theil, ebenfalls aus der Kreisstadt, landete auf dem vierten Rang. Unter den Teilnehmern der Sekundarstufe I verpasste Andrasch Jörgensen (16) aus Wildeshausen den Spitzenplatz und musste sich mit Silber begnügen.

Die „Jugend debattiert“-Schulsieger der Gymnasien aus Sulingen, Bruchhausen-Vilsen und Wildeshausen beteiligten sich an dem Regionalwettbewerb. Die beiden Sieger aus jeder Altersgruppe fahren am 19. März nach Hannover zur Landesqualifikation. Auch die Zweit- und Drittplatzierten treten die Reise an, als Vertreter.

Die Schüler hatten schon zehn Tage vor dem Termin ihre Themen erhalten. Zu viert diskutierten sie miteinander, wobei per Los bestimmt zwei Teilnehmer die Pro- und zwei die Kontra-Rolle übernahmen. Vorbereitung sei somit nur bedingt möglich, erklärte Tanja Krönke, Lehrerin aus Wildeshausen und Jury-Mitglied. „Es ist immer spannend, wie sich die Schüler dann machen.“

Bewertet wurden Sachkenntnis, Überzeugungskraft, Ausdrucks- und Gesprächsfähigkeit. In der finalen Debatte der Sekundarstufe I ging es um die Frage, ob das Reparieren von defekten Elektrogeräten Unterrichtsfach werden sollte. Erstaunlich ruhig und sachlich blieben die Schüler, ließen sich gegenseitig ausreden, gingen aufeinander ein und brannten trotzdem für ihre Position. „Deutschland ist eine Wegwerfgesellschaft. Wir müssen versuchen, den E-Schrott zu minimieren“, so Charlotte Schröder aus Bruchhausen-Vilsen.

Auch den zwei Kontrahenten, Jonas Wietelmann (Sulingen) und Emma Beneke (Bruchhausen-Vilsen), fehlte es nicht an Argumenten. „Wie soll das bezahlt werden? Woher wollt ihr das Personal nehmen? Und glaubt ihr nicht, dass noch mehr Unterricht für die Schüler eher demotivierend ist? Wir haben genug zu tun!“ Anschließend zog sich die Jury zur Beratung zurück und fällte ihr Urteil.  js

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