Lateinisch-deutsches Video gedreht

Wildeshauser Gymnasiasten siegen beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen

Beim Landeswettbewerb ganz weit vorne: Die Schüler des Gymnasiums.
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Beim Landeswettbewerb ganz weit vorne: Die Schüler des Gymnasiums.

Wildeshauser Gymnasiasten haben beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen einen ersten Landespreis gewonnen. Als Inspiration für ihr Video diente eine alte Legende.

Mehr als 2 500 Jahre ist es her, dass eine Römerin namens Cloelia außerordentlichen Mut bewiesen haben soll. So ist es zumindest durch den Geschichtsschreiber Titus Livius überliefert. Und jetzt auch durch zehn Siebtklässler des Gymnasiums Wildeshausen. Die Schüler haben ein deutsch-lateinisches Video mit Cloelias Heldentat aufgenommen und wurden dafür ausgezeichnet.

Rektor: „Ein Sechser im Lotto“

Und zwar mit einem ersten Landespreis beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen – auch eine kleine Heldentat für sich, denn erste Preise gibt es für die Wildeshauser Gymnasiasten bestenfalls mal alle paar Jahre. „Das ist wie ein Sechser im Lotto“, freute sich Rektor Andreas Langen. Wohl wissend, dass dieser Preis anders als beim Lotto auf Arbeit und Ehrgeiz beruht.

Zurück zu Cloelia: Die lebte in einer Zeit, in der Rom noch nicht reich und mächtig, sondern nur eine kleine Stadt am Tiber war, mit mächtigen Nachbarn. Die junge Frau war den Etruskern als Geisel überlassen worden, nachdem diese mit den Römern Frieden geschlossen hatten. So wollten sich die Etrusker die Vertragstreue der Römer sichern. Cloelia entkam allerdings ihren Bewachern und floh zurück nach Rom. Um den Frieden zu erhalten, begab sie sich jedoch freiwillig wieder in die Hände der Etrusker, die sie beeindruckt von ihrem Mut gut behandelten.

Das deutsch-lateinische Video wurde mit Spielfiguren gedreht.

Und nicht nur den Etruskern imponierte das Verhalten der jungen Römerin, sondern auch der Lateingruppe des siebten Jahrgangs am Gymnasium. Die Schüler hatten den Stoff im Unterricht durchgenommen und wollten nun die Heldengeschichte veranschaulichen. „Die Verlängerung des Lockdowns stellte die Gruppe dann allerdings vor größere Herausforderungen als gedacht: Das Konzept musste so geändert werden, dass im Februar trotzdem ein runder Videobeitrag eingereicht werden konnte. In diesem Zeitraum entstanden aufwendig gemalte Hintergrundbilder, es wurden deutsche und lateinische Texte geschrieben, Figuren ausgewählt, eine Rahmenhandlung geschaffen, Sprechtexte aufgenommen und das Video geschnitten“, heißt es in einer Pressemitteilung des Gymnasiums. Unterstützt wurden die Jugendlichen dabei von ihrer Lateinlehrerin Amke Hangen.

Herausgekommen ist ein kleines deutsch-lateinisches Video mit Playmobilfiguren, das dem Betrachter anhand der Heldin Cloelia ein überzeitlich gültiges Thema vor Augen führt: Frieden als hohes Gut ist durch Virtus zu erreichen. Virtus ist einer der zentralen Wertbegriffe der Römer und steht für persönlichen Mut oder auch Tatkraft.

Zehn Schüler ausgezeichnet

Die haben die zehn Schüler bewiesen. Namentlich handelt es sich um: Marian Enkelmann, Claas Friedrich, Anneke und Madita Halling, Bjarne Horn, Keno Koch, Lillemor Kröger, Arn Mattis Löwensen, Zoe Pietsch und Jarik Sölter.

Außer den Latein-Schülern durfte am Donnerstag auch Celine Rein aus dem neunten Jahrgang eine Auszeichnung entgegennehmen. In der Kategorie „Solo“ erhielt sie einen dritten Landespreis. Die Schülerin hatte im Januar ein Video in ihrer Fremdsprache Spanisch und eine dem Szenario C angepasste Aufgabe statt der üblichen Klausur einreichen müssen.

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