Wildeshauser Gildewoche 

„Jungs sind so was von heiß“

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Gerne wären die Gildekönige Thomas Johannes (1994, rechts) und Frank Gebken (2001) am Sonnabend einmal unter dem Ehrenbogen einmarschiert. Aber dieser Platz ist stets für den Kinderkönig und seine Königin reserviert. 

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Ein Oberleutnant, der plötzlich im Qualm steht, ein Opa der die Armbrust seines Enkels tragen muss und ein Schieß-„Trainer“, für den die Sicherheit stets im Vordergrund steht. Mit dem Kinderschützenfest ist am Sonnabend die Wildeshauser Gildewoche würdig zu Ende gegangen.

Als jüngster Oberleutnant, er wurde am Dienstag auf der Herrlichkeit befördert, hatte Thomas Finkenzeller das Kommando über das Kinderschützenfest. Und die Nervosität war ihm schon beim Abmarsch in der Stadt anzumerken, als er die exakten Befehle geben musste.

Ganz dicke kam es dann jedoch im Krandel, als er vom Krönungstisch aus das Kinderregiment begrüßte. Denn plötzlich stand er in dickem Qualm, konnte nichts mehr sehen und wurde zeitweise nicht mehr gesehen. Oberleutnant Jörg Kramer hatte eine Nebelmaschine unter den Bäumen versteckt und diese mehrmals betätigt. „Die wollten mir mal richtig Dampf unterm Hintern machen, damit es mit der Ansprache klappt“, so Finkenzeller, der über den Scherz herzhaft lachen konnte.

Plötzlich stand Oberleutnant Thomas Finkenzeller während seiner Ansprache in dickem Qualm.

Schon in der Stadt waren einige Jungen zu sehen, die Sweatshirts mit der Aufschrift „Gildejungs“ trugen. Im Krandel beteiligten sich dann einige von ihnen am Königsschießen. Dabei handelte es sich um eine Schießgruppe, die unter der Leitung von Heiko Wittrock im Vorfeld des Festes das Schießen trainiert hatte. „Die Jungs sind unwahrscheinlich heiß, sie wollen unbedingt König werden“, so Wittrock. Das habe sich schon beim Üben gezeigt: „Die haben sagenhafte Treffsicherheit bewiesen. Allerdings steht auch beim Training die Sicherheit stets im Mittelpunkt.“ So komme es stets darauf an, dass die Jungs exakt die Kommandos beachten: „Wer das nicht macht, der darf zehn Liegestützen oder Kniebeugen machen.“

Kinderschützenfest in Wildeshausen

Der letzte Tag des Gildefestes in Wildeshausen hat begonnen. Die Kinder sind in den Krandel ausmarschiert. Hier die ersten Fotos. © Mediengruppe Kreiszeitung / Dierk Rohdenburg
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Der letzte Tag des Gildefestes in Wildeshausen hat begonnen. Die Kinder sind in den Krandel ausmarschiert. Hier die ersten Fotos. © Mediengruppe Kreiszeitung / Dierk Rohdenburg
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Der letzte Tag des Gildefestes in Wildeshausen hat begonnen. Die Kinder sind in den Krandel ausmarschiert. Hier die ersten Fotos. © Mediengruppe Kreiszeitung / Dierk Rohdenburg

Vor dem Königsschießen und danach war Paul Niester, Gildekönig aus dem Jahr 1993, mit einem Flitzebogen zu sehen. Diese gehörte seinem Enkel Lannig Priser, der als Tambour ausmarschiert ist und somit seinen Flitzebogen nicht tragen konnte. Mit Spannung verfolgte Niester dann das Königsschießen und war äußerst stolz, als Lannig im ersten Durchgang relativ schnell den Vogel von der Stange holte und somit ins Finale einzog. „Mein lieber Mann, der ist ja richtig gut. Mal schauen, was noch kommt“, so der stolze Opa. Im Finale musste sich Lannig jedoch genau wie drei weitere Mitstreiter Alexander Dünzelmann geschlagen geben.

Sicherlich wird Lannig im nächsten Jahr einen erneuten Versuch starten, um dann im Jubiläumsjahr seines Großvaters die Königswürde zu erringen.

Abschluss-Fete des Gildefests am Samstag

 © Justin Hansemann
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