Seit 1996 insgesamt 77.969 Menschen durch die Wittekindstadt geführt

Wildeshauser Gästeführer feiern ihren 20. „Geburtstag“

Ein Dankeschön mit Blumen: Karola Müller, Kerstin Bruns, Ursula Klawonn, Ute Schwarting, Claudia Olberding, Wolfgang Sasse, Peter Hahn und Gerold Ratz (von links) .
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Ein Dankeschön mit Blumen: Karola Müller, Kerstin Bruns, Ursula Klawonn, Ute Schwarting, Claudia Olberding, Wolfgang Sasse, Peter Hahn und Gerold Ratz (von links) .

Wildeshausen - Hätte sich jemand am Freitag als Mäuschen unter dem Tisch im Wintergarten des „Landhauses Thurm-Meyer“ verstecken können, hätte er Geschichten lauschen können, die zwar anfangen wie bei den Gebrüdern Grimm, aber 1996 in Wildeshausen ihren Ursprung hatten.

Diese Reise in die Vergangenheit trug Gerold Ratz, erster Vorsitzender des Verkehrsvereins Wildeshausen, anhand seiner „Kurz-Chronik” mit Daten und Fakten vor. Denn die Gästeführer der Kreisstadt feierten ihren 20. „Geburtstag“.

Im Februar 1996 machten 18 Teilnehmer die Ausbildung zum Gästeführer, von denen heute noch sechs aktiv dabei sind. Anlässlich dieser langen Treue wurden Kerstin Bruns, Ursula Klawonn, Karola Müller, Ute Schwarting und Peter Hahn von Ratz mit Blumen geehrt. Einen Blumenstrauß für ihre hervorragende Arbeit im Verkehrsverein hatte sich Claudia Olberding, Leiterin der Verkehrsbüros, verdient. Christa Plate, ebenfalls seit 1996 dabei, fehlte an diesem Abend.

Auch der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Sasse ließ es sich nicht nehmen, im Namen der Stadt ein persönliches Danke zu überbringen. „Die Politik muss jetzt auch mal danke sagen. Ihr seid seit 20 Jahren das Aushängeschild der Stadt Wildeshausen. So lange wir in der Lage sind, uns gegenseitig zu unterstützen, zu helfen und zu respektieren, sind wir super aufgestellt”, lobte er die zu Ehrenden und überreichte Gutscheine als Geschenk.

„Und was die Politik verbockt, rücken wir wieder gerade“, ergänzte Ratz mit einem Augenzwinkern.

Angefangen 1996 mit der Kinderführung folgte die Brennereiführung. Im Mai 1997 war es das erste Mal möglich, unter der Anleitung von Karola Müller, den „Wildeshauser Meisterbrief” zu erwerben. „Uh, das weiß ich noch. Das war damals ein Jungesellinnen- Abschied. Die waren schon angetütert und wir so aufgeregt, weil wir alle Übungen das erste Mal machten”, erzählte Müller mit schelmischem Grinsen im Gesicht.

Es kamen die „Oma on Tour”-Führung, der Wildeshauser Gesellenbrief, die Lickenberg-Führung und viele weitere dazu. Mittlerweile sind es 16 aktive Gästeführer, die im Namen der Stadt unterwegs sind.

Das 20-jährige Bestehen zum Anlass nehmend, wurden von Montag bis Freitag kostenlose Schnupperführungen organisiert, die auf rege Beteiligung gestoßen sind. „Das war eine tolle Werbung für uns”, merkte Ratz an. „Insgesamt können wir stolz sein von 1996 bis 2015 die stolze Zahl von 69272 Gästen geführt und 8697 Meister- sowie Gesellenbriefe vergeben zu haben. Das waren 77969 Personen, die bei uns gewesen sind.” Wer Interesse an Führungen hat oder sich als Gästeführer berufen fühlt, findet alle Infos im Internet.

cr

www.wildeshausen.de

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