Wildeshauser DLRG-Mitglieder in Oerbke

Zurück aus dem Flüchtlingscamp

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Björn Barkemeyer (l.) und Henning Höffner haben im Flüchtlingscamp Oerbke geholfen.

Wildeshausen - Von Dankbarkeit bei den Flüchtlingen, aber auch von viel Arbeit und wenig Pausen berichten Björn Barkemeyer und Henning Höffner aus Wildeshausen. Die beiden DLRG-Mitglieder haben kürzlich jeweils mehrere Tage im Flüchtlingscamp Oerbke (Heidekreis) geholfen. Und zwar im Gefüge der Wasser-Rettungszüge Oldenburger Land-Diepholz und Oldenburg-Nord (wir berichteten).

„Körperlich war es nicht so stressig“, meint Barkemeyer. „Aber wir waren den ganzen Tag geistig beschäftigt.“ Vor Ort übernahmen sie zum Beispiel die Betreuung der Sanitätsstation. Sprich: Sie versorgten Flüchtlinge mit Medikamenten und kümmerten sich um entsprechende Termine bei Fachärzten.

„Es war viel abzuarbeiten“, ergänzt Höffner. Er habe von 8 bis 23 Uhr an der Station gesessen. „Du kriegst Vollfeuer von allen Seiten.“ Dennoch sei er mit ganz vielen positiven Eindrücken nach Hause gefahren.

Das habe an der Reaktion der Flüchtlinge gelegen, die vielfach mit Erkältungen oder anderen – teils verschleppten – Erkrankungen gekommen seien. „Wenn Eltern mit ihren Kindern da waren und wir ihnen helfen konnten, war die Dankbarkeit nicht zu übersehen.“ Dabei sei nicht einmal die konkrete Übergabe des Medikaments entscheidend gewesen, sondern „dass sie gefühlt haben, dass sich hier jemand um sie kümmert“, erinnert sich Höffner.

Allerdings stellten sie auch fest, dass ihnen Menschen aus teilweise völlig anderen Kulturen gegenüberstanden. Zum Beispiel wenn sie das Gefühl hatten, dass die Frauen nicht reden sollten. Überhaupt war die Verständigung gar nicht so einfach. Aber Übersetzer hätten angesichts der vielen Sprachen geholfen, zurecht zu kommen, meinen beide.

bor

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