Nach Räumung der Diskothek „Empire“

Wildeshauser Disco-Betreiber: „Das tut weh!“

Rettungswagen und Polizei stehen vor einer Diskothek in Friesoythe nach einer Panik
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„Feier wie früher“ lautete das Motto im „Empire“ am Freitag: Die „Party, von der du schon immer geträumt hast“ wurde für manchen Besucher eher zum Albtraum.

Wildeshausen – Die polizeiliche Räumung der Diskothek „Empire“ in Friesoythe (Landkreis Cloppenburg) in der Nacht zu Samstag wegen fehlender Kontrolle der 2G-Regel sowie massiver Überfüllung der Räume schlägt hohe Wellen. Der Geschäftsführer der Wildeshauser Großraumdiskothek „5Elements“, Lars Ossenbeck, befürchtet Konsequenzen für die gesamte Branche.

„Das tut weh“, sagte er am Montag. Der Imageschaden nach der Räumung der Diskothek sei groß. Ossenbeck war einer der ersten Disco-Betreiber, der die 2G-Regel einführte und zunächst einige Kritik einstecken musste. „Mittlerweile akzeptieren die Leute das zu 100 Prozent“, erklärte er. Er sei auch sehr zufrieden mit dem Besuch der Disco. „Die Leute wissen Bescheid, dass auf dem Parkplatz Maskenpflicht herrscht. Sie haben ihre App oder den Genesenen-Nachweis schon offen dabei und checken dann über die Luca-App ein“, berichtete Ossenbeck. Das sorge zwar für eine Schlangenbildung vor dem Eingang, aber wenn die Besucher die Kontrolle hinter sich hätten, dürften sie ohne Maske feiern.

Laxe Kontrollen im „Empire“ branchenintern wohl bekannt

Ossenbeck rechnet damit, dass schon bald auch bei ihm kontrolliert wird. Andererseits sei branchenintern bekannt gewesen, dass im „Empire“ nicht so gewissenhaft kontrolliert wurde. „Da muss schon vorher was passiert sein. Sonst wären die da nicht so gezielt und massiv aufgetreten“, blickt der Disco-Betreiber auf den Einsatz von Polizei, Ordnungsamt und Rettungskräften. „Bei mir darf gerne kontrolliert werden. Wir halten uns zu 100 Prozent an die Regeln.“

Werbung für das Event, bei dem es zur Panik kam

„Empire“-Betreiber Thorsten Bruns aus Wildeshausen antwortete unserer Zeitung auf Nachfrage: „Aktuell möchte ich mich dazu noch nicht öffentlich äußern. Der Vorfall wird derzeit mit den einzelnen Behörden und Ämtern sachgerecht aufgearbeitet.“ Auf der Homepage des „Empire“ heißt es, man wolle das weitere Vorgehen zu Einlass und Sicherheit bezüglich der neuesten Corona-Bestimmungen mit den Behörden abstimmen.

2G-Plus-Regel könnte Probleme verursachen

Ossenbeck ist mit der 2G-Regel im „5Elements“ erst einmal sehr zufrieden. Ob eine 2G-Plus-Regel von den Gästen akzeptiert werde, wagt er zu bezweifeln. In diesem Fall müssten Geimpfte und Genesene zusätzlich ein Testergebnis vorlegen. „Das muss für uns auch noch praktikabel sein“, sagte Ossenbeck. Und es müsse sich wirtschaftlich lohnen.

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