Wildeshauser berichtet über seine Probleme mit der Kfz-Zulassungsstelle

Ärger bei der Anmeldung eines amerikanischen Autos

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Mit diesem amerikanischen Sportwagen wäre er gerne durch Wildeshausen gefahren: Jürgen Kurfürst mit einem Bild des Pontiac „Firebird“.

Landkreis/Wildeshausen - Von Karsten Tenbrink. Sieben amerikanische Autos hat Jürgen Kurfürst in seinem Leben besessen. Besonders die Sportwagen der Marke „Pontiac“ haben es ihm angetan. Doch jetzt hat der Wildeshauser diese Leidenschaft aufgegeben. Als Grund nennt er den Ärger, den er zuletzt mit der Kfz-Zulassungsstelle des Landkreises hatte.

Als Kurfürst von den Schwierigkeiten erfuhr, die ein Dötlinger bei der Anmeldung seines Wohnmobils hatte (wir berichteten), fühlte er sich gleich an seine eigenen Probleme mit der Zulassungsstelle erinnert. Nur ging es bei ihm nicht um eine besondere Kombination aus Buchstaben und Zahlen – die war ihm völlig gleichgültig – sondern einzig und allein um das Format des Kennzeichens. Denn wie bei Fahrzeugen aus den USA üblich, bot sein Pontiac „Firebird“ an der Rückseite nur Platz für ein kleines zweizeiliges Nummernschild.

„Der Wagen hatte vor mir bereits sechs Besitzer in Deutschland – den ersten in Bayern, den letzten in Warendorf in Nordrhein-Westfalen“, berichtet Kurfürst: „Überall wurde er mit den passenden zweistöckigen Schildern zugelassen.“ Nur die Behörde im Landkreis Oldenburg habe sich quergestellt. Besonders verwunderlich: Einen Pontiac Firebird älteren Baujahrs, den er vor etwa fünf Jahren besaß, habe er damals problemlos mit einem passenden Kennzeichen zulassen können. Doch diesmal – das Theater habe im April begonnen – sei nichts zu machen gewesen. „Die Zulassungsstelle hat ein normales längliches Schild gefordert“, sagt der Rentner, „und damit das richtig beleuchtet wird, wäre noch eine zusätzlich angebrachte Leiste notwendig gewesen.“

Außerdem habe der Landkreis von ihm verlangt, andere Blinker an dem Wagen zu montieren – weil die vorhandenen bei dem Modell aus dem Baujahr 1994 rot und nicht wie üblich gelb aufleuchten. „Auch das war bei den Vorbesitzern des Wagens nie ein Problem“, sagt Kurfürst, „die Sondergenehmigung ist in den Fahrzeugpapieren eingetragen – genauso wie für die kleineren Kennzeichen.“ Aber die Behörde habe nicht mit sich reden lassen.

Schließlich zog der Autoliebhaber seine Konsequenzen: „Ich hatte die Schnauze voll“, sagt er. Ein solch „verschandeltes“ Auto habe er nicht fahren wollen. Also verkaufte er den Pontiac weiter. Das war am 14. Juni. Der jetzige Besitzer lebt in Berlin und hat – davon ist Kurfürst überzeugt – überhaupt keine Probleme bei der Zulassung mit dem kleinen Kennzeichen und den roten Blinkern. „Ich besuche ja auch viele US-Car-Treffen und sehe, dass es überall in Deutschland möglich zu sein scheint – nur hier nicht.“

Der Landkreis äußere sich nicht zu konkreten Fällen und wolle deshalb auch diesen „nicht offiziell kommentieren“, hieß es gestern. Nur so viel: Die Mitarbeiter hielten sich sehr genau an die Verordnungen.

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