Modell soll 2019 kommen

„Wildeshauser Becher“ soll Plastikmüll verringern

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Tamino Büttner (r.) zeigt den „treecup“, der den Wildeshausern am besten gefallen hat. Matthias Kluck hält andere Becher in der Hand, die aus verschiedenen Gründen nicht ausgewählt wurden. 

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Es gibt bereits viele Wildeshauser Produkte: Fahnen, Magneten, Postkarten, Samen sowie das „Wilshuser Urgestein“, um nur wenige zu nennen. Anfang des kommenden Jahres soll es den „Wildeshauser Becher“ geben. Es ist ein Mehrweggefäß, das in Kooperation mit Geschäften helfen soll, den Plastikmüll zu verringern.

Die Geschichte von der Idee bis zur Realisierung ist mittlerweile schon recht lang. Im Herbst des Jahres 2016 lud das Bündnis „Natürlich Wildeshausen“ zu Arbeitstreffen ein, bei denen ökologische Projekte für die Kreisstadt entwickelt werden sollten.

 „Damals kam schnell auch die Idee, einen Mehrwegbecher einzuführen“, erinnert sich Matthias Kluck von der Initiative, die inzwischen auch mit finanzieller Unterstützung der Stadt Wildeshausen rechnen kann.

In Abstimmung mit Daniela Baron vom Stadtmarketing machten sich die Aktiven auf die Suche nach einem geeigneten Trinkgefäß. In Betracht kam beispielsweise ein Porzellanbecher mit Deckel, der unter anderem im Kreishaus Verwendung findet. „Das war uns aber zu schwer und nur gut geeignet für den Gebrauch in Gebäuden“, erzählt Tamino Büttner.

Ein heimisches Produkt soll es sein

Ein Becher der „Deutschen Bahn“ kam bei den Umweltschützern gut an, weil er aus recyceltem Kunststoff hergestellt wird. Dann zeigte sich aber, dass der Deckel nicht so praktisch war. „Außerdem werden die Gefäße in Großbritannien produziert“, ergänzt Kluck. „Unser Ziel ist es, wegen der Entfernungen und Transportbilanz ein heimisches Produkt zu nehmen.“ 

Ein Becher aus Stralsund war schon nah dran an den Wünschen der Wildeshauser, weil er aus Bambus produziert wird. „Die Mischung ist dann aber doch nicht so nachhaltig, wie wir es wollen“, so Büttner.

Am Ende landeten die Mitglieder von „Natürlich Wildeshausen“ beim „treecup“ von der Firma „No Waste“, den sie schon von Beginn an im Blick hatten. Der Becher ist aus natürlichen Bestandteilen gefertigt und biologisch abbaubar. Er hat einen Silikondeckel und eine Wollmanschette. 

„Es gibt Ende des Jahres ein Update dieses Exemplars, das bereits seit Jahren von großen Unternehmen wie Lufthansa, Trivago oder Google genutzt wird“, erzählt Büttner. „Dann ist auch der Deckel so dicht, dass man das gefüllte Gefäß in der Tasche transportieren kann.“

Der eigene Becher könnte auch Geld sparen

Sobald die Becher verfügbar sind, wollen die Mitglieder von „Natürlich Wildeshausen“ in Kontakt zu den heimischen Geschäften treten. Dort könnten die Kunden dann den Kaffee in ihren eigenen gesäuberten Becher abfüllen lassen. „Denkbar wäre es, dass Gäste , die ein eigenes Gefäß mitbringen, das Getränk etwas günstiger bekommen“, hofft Kluck auf ein Entgegenkommen von Bäckereien und Cafés.

Der „Wildeshauser Becher“, der grün sein wird, kann mit einem Stadtlogo versehen werden. Geplant ist zudem der Slogan „Natürlich genießen“. „Wer uns unterstützen will, kann sich gerne bei uns melden“, sagen Kluck und Büttner. Auch finanzielle Hilfe ist sehr erwünscht, damit das Projekt schnell umgesetzt werden kann. Die Gruppe ist am besten per E-Mail an natuerlich.wildeshausen.anpacken@gmail. com zu erreichen.

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