Wildeshauser Bauhof hat derzeit alle Hände voll zu tun/200 Kilometer Straße

Kontrolle startet um 3.30 Uhr

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Für die Mitarbeiter des Bauhofes beginnt der Räum- und Streudienst um 5 Uhr.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Der Wecker von Matthias Büsing, stellvertretender Leiter des Wildeshauser Bauhofes, klingelt derzeit bereits um 3 Uhr: „Um 3.30 Uhr sitze ich im Auto, um die Straßen abzufahren und zu kontrollieren, ob es glatt ist und wir streuen müssen.“ Diese Strecke betrage dann leicht schon einmal 80 Kilometer.

Wenn Bedarf besteht, geht er ans Telefon und alarmiert die Kollegen, die dann umgehend anrücken, um gegen 5 Uhr mit dem Räum- und Streudienst beginnen zu können. „Von uns kommen acht Mitarbeiter, die dann von vier Männern einer Fremdfirma unterstützt werden“, erklärt Büsing. Die Rufbereitschaft gilt am Morgen von 4.30 bis Arbeitsbeginn und am Abend von 18 bis 21 Uhr – am Wochenende von 4.30 bis 9 Uhr.

Neben Büsing ist sein Kollege Olaf Kattau dafür zuständig, die Straßen zu kontrollieren. „Wir teilen uns das auf, wer morgens oder abends Dienst macht. Wenn Schnee liegt, ist es natürlich klar, dass wir starten müssen“, so Büsing. Schwierig sei es, wenn es sich um überfrierende Nässe handele: „Aber wir kennen die Ecken, wo es zuerst glatt wird. Genau dort kontrollieren wir dann auch. Gestreut wird jedoch stets alles.“

Die Leute wüssten genau, für welchen Dienst und welches Fahrzeug sie eingeteilt sind. „Das wird im Vorfeld festgelegt, sodass sie sofort ausrücken können. Immerhin haben wir in der Stadt- und Landgemeinde insgesamt etwa 200 Kilometer Straße zu räumen“, betont Büsing.

Eingesetzt werden vier Großfahrzeuge für die Straßen, zwei Kleinschlepper für die Radwege sowie zwei Pritschenwagen für das Streuen der Fußgängerüberwege und Ampelkreuzungen von Hand. „Dazu gehören Treppen, die Wallaufgänge, die Parkpalette sowie die Eisenübergänge des Wasserlaufes in der Innenstadt“, erklärt Büsing.

In etwa vier bis fünf Stunden ist der Bezirk geräumt und gestreut. „Dann heißt es abwarten, was der Tag noch bringt, und ob nochmals geräumt werden muss“, so Büsing. Genau das war gestern der Fall. „Um 8 Uhr war die Mannschaft fertig, aber dann setzte der Eisregen ein. Also musste sie nochmals ausrücken.“ Pro Einsatz werden 15 Tonnen Salz benötigt, wobei 20 Gramm pro Quadratmeter gestreut werden. „Wir haben, wenn unsere Halle ganz voll ist, 600 Tonnen zur Verfügung. Können aber jederzeit nachbestellen“, so Büsing.

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