Gymnasiasten üben für Uni und Job

Zwölftklässler stellen ihre Seminarfacharbeiten öffentlich vor 

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Großer Andrang im Forum des Gymnasiums: Rund 320 Interessierte sind zum Seminarfachabend gekommen. 

Wildeshausen – Großer Bahnhof am Donnerstagabend im Forum des Wildeshauser Gymnasiums: Die Zwölftklässler stellen rund 320 Interessierten ihre Seminar-Facharbeiten vor. In 18 Vorträgen geht es unter anderem um „Popkultur“, „Brain Games“, „Sport & Ernährung“, „Sprache mit Spaß“ sowie „Kommunikation & Psychologie“.

Die Begrüßung übernehmen die Schüler Sina Grätschus, Kim Schwarmann und Christopher Hoyer. „Es war eine aufregende Zeit. Wir haben viele neue Erfahrungen gesammelt und das erste Mal erleben dürfen, wie die Arbeit an Universitäten oder im späteren Berufsleben ablaufen könnte“, sagt Hoyer. „Alle Facharbeiten können durchaus den Anspruch erheben, eine wissenschaftliche Ausarbeitung von hoher Qualität zu sein,“ ergänzt er.

„Für den Titel der Facharbeit schreiben die Schüler ein Exposé über zwei bis drei Seiten“, erläutert Gaby Tipper, Beauftragte für Seminarfächer, die Ideenfindung. „Die Texte werden den Fachlehrern vorgelegt und dienen zur Eingrenzung des Themas“, erklärt sie den weiteren Ablauf. Zur Bearbeitung ihrer Themen haben die Schüler eine Kernzeit von acht Wochen. Der Umfang der Facharbeiten beläuft sich auf zwölf Seiten plus Anhang. Die angehenden Abiturienten besuchen die Universitätsbibliotheken in Bremen und Oldenburg, um sich auf ein Studium vorzubereiten. „Insgesamt geht es darum, den Schülern das wissenschaftliche Arbeiten näherzubringen“, unterstreicht Tipper.

„Das Thema ist sehr wichtig, da wir uns einen längeren Zeitraum damit befassen“, betont Björn Hiltgen, der sich für seine Arbeit mit Hollywood beschäftigt hat. Der Gymnasiast hat seine gesamte Arbeit auf Englisch verfasst, was für seinen Jahrgang ein Alleinstellungsmerkmal darstellt. „Zu den Facharbeiten gehört am Ende auch die Selbstreflexion“, findet Rieke Lüschen, die das Thema „Rolle der Frau im Wandel der Zeit – unterdrückt oder frei?“ gewählt hat.

Begrüßen die Gäste: Die Gymnasiasten Christopher Hoyer, Kim Schwarmann und Sina Grätschus (von links).

Ihre und alle weiteren Facharbeiten, insgesamt sind es 90, liegen am Donnerstagabend für Eltern, andere Interessierte sowie die zukünftigen Vortragenden aus den zehnten und elften Klassen aus. Für bestimmte Ausarbeitungen haben die Schüler auch Interviews mit Unternehmen und anderen Institutionen geführt. „Besonders gelungene Arbeiten können freiwillig in das Schulforum eingestellt und damit anderen zugänglich gemacht werden“, führt Hiltgen aus.

Die Gliederungen der rund 20- bis 30-minütigen Präsentationen werden von den Facharbeiten abgeleitet. Und so beantwortet Sina Grätschus zu ihrem Thema „Die Darstellung der dissoziativen Identitätsstörung im Medium Film – Realität oder Fiktion?“ Publikumsfragen. Der Film „Psycho“ von Alfred Hitchcock hat den Anstoß für das Thema gegeben. „In meiner Arbeit habe ich mich auch mit den Filmen ,Split‘ und ,The Three Faces Of Eve‘ befasst“, sagt sie.

In den Pausen werden die Besucher des Seminar-Fachabends durch das Catering der Schüler versorgt. Außerdem gibt es die Möglichkeit, die Filme der Kursfahrten anzusehen und so die Erlebnisse der Gymnasiasten Revue passieren zu lassen. Neben den bewegten Bildern sind auch andere kreative Leistungen wie ein Reiseführer für die Fahrt nach Dublin, Comics, fotografische Aufarbeitungen oder musikalische Leistungen Teil der Arbeiten. Der nächste Seminarfachabend ist erst für 2021 angesetzt, da Niedersachsen zum Abitur nach 13 Jahren zurückkehrt.

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