Gebäude soll verkauft werden

Zukunft von marodem Ex-Kindergarten noch ungewiss

So plant Helmut Müller sein Laubenganghaus.

Wildeshausen - Seit Jahren steht das Gebäude des ehemaligen Wildeshauser Stadtkindergartens „Pusteblume“ an der Harpstedter Straße zum Verkauf. Es gab bereits Interessenten und Gebote, nachdem die Stadt die Immobilie öffentlich ausgeschrieben hatte. Doch dann wurde ein Zuschlag zurückgestellt, weil es neue Pläne gab, dort Flüchtlinge unterzubringen.

Das Thema ist nicht mehr aktuell, es gibt aber weiterhin Interessenten für die Immobilie oder das rund 2000 Quadratmeter große Grundstück.

Im April berichtete unsere Zeitung, dass die Politik im Verwaltungsausschuss den Auftrag gegeben hatte, die Liegenschaft zu veräußern. Das sollte im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens geschehen. Bislang ist aber noch nichts passiert. Stadtpressesprecher Hans Ufferfilge teilte auf Nachfrage mit, dass nun bald damit zu rechnen sei. 

Möglicherweise auch deshalb, weil Immobilienkaufmann Helmut Müller nun öffentlich seine Pläne vorgelegt hat, das Grundstück zu erwerben und zu bebauen. Müller möchte dort ein Mehrfamilienhaus in Form eines Laubenganghauses erstellen. Er plant zwölf bis 14 Wohneinheiten, die zum Teil barrierefrei wären und im Rahmen von gefördertem Wohnungsbau vermietet werden könnten. Der rechtskräftige Bebauungsplan lässt die geplante Realisierung allerdings derzeit nicht zu.

Unabhängig davon, dass die DLRG in Wildeshausen sich ein neues Domizil suchen müsste, weil sie einen Teil des Gebäudes belegt, verfolgt die Stadt zunächst andere Pläne als eine Wohnbaunutzung. Aus städtebaulichen Gründen soll die Immobilie für eine ärztliche/tierärztliche oder freiberufliche Verwendung gegen Höchstgebot veräußert werden. Sofern das Gebot allerdings unter dem vom Gutachterausschuss des Katasteramtes Wildeshausen ermittelten Verkehrswert liegt, ist eine erneute Beratung über den Verkauf geplant. 

Dann wäre nach Auskunft von Wirtschaftsförderer Claus Marx gegebenenfalls auch eine nicht gewerbliche Nutzung denkbar. „Für mich wäre es in Ordnung, wenn die Stadt andere Ziele verfolgt“, sagt Müller. „Aber es sollte nach mehr als fünf Jahren nun endlich eine Entscheidung fallen.“ 

dr

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