Neue Strukturen

Wildeshausen will Tourismus und Kulturarbeit stärken

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Wildeshausen ist schön, doch die touristische Vermarktung kann intensiviert werden.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Stadt Wildeshausen will sich touristisch besser vermarkten und die Kulturarbeit zielorientiert weiter entwickeln, um deutlich attraktiver zu werden. So sehen es jedenfalls erste Planungen vor, die in den kommenden Monaten noch konkretisiert und diskutiert werden sollen.

Die weitere Vorgehensweise in der Tourismus- und Kulturarbeit ist in der kommenden woche Thema im Ausschuss für Stadtentwicklung, Fremdenverkehr, Sport und Kultur. Anliegen soll es sein, die verlässliche Arbeit mit dem Verkehrsverein aufzubauen, gemeinsame Ziele zu formulieren und Gespräche mit den Nachbarkommunen zu führen.

Im Rahmen des Konzeptes „Wildeshausen 2030“ wurde bereits von den Arbeitsgruppen erarbeitet, dass die Förderung des touristischen Aufkommens einer der Schlüsselbereiche für die zukünftige Entwicklung Wildeshausens sein dürfte. Das wiederum wird eng mit der Pflege, Weiterentwicklung und Vermarktung des kulturellen Angebotes in der Stadt verknüpft.

Rein formal touristisch unterentwickelt

Nach Einschätzung von Fachleuten ist Wildeshausen rein formal touristisch unterentwickelt. Die Zahl der Übernachtungen ist weiter zu niedrig, auch wenn es in den vergangenen Jahren einen positiven Trend gab. Die Zahl der Tagesbesucher steigt ebenfalls, ist jedoch auch noch ausbaufähig.

Strategisch soll nun gezielt nicht nur der Bestand vermarktet werden. Es geht auch um den Ausbau von Hotel- und Gastronomiekapazitäten sowie Aktivitätsangeboten für Besucher. Einiges ist bereits geplant, beispielsweise die Erweiterung des Hotels „Wildeshauser Hof“ und die Entwicklung eines Urgeschichtlichen Zentrums. Das dürfte aber bei Weitem nicht reichen, zumal sich nach Einschätzung der Stadtverwaltung die Aufenthaltsqualität in Wildeshausen nicht allein aus dem städtischen Angebot, sondern auch aus den Möglichkeiten in der gesamten Region ergibt.

Bislang hat die Stadt die touristische Beratung und Vermarktung vor Ort dem Verkehrsverein übertragen und finanziert eine Vollzeitstelle. Die regionale Vermarktung erfolgt außerdem über den Zweckverband Wildeshauser Geest, der von allen Mitgliedsgemeinden bezuschusst wird und mehrere Mitarbeiter beschäftigt.

Stärkere regionale Vermarktung

Angedacht ist nun eine verstärkte regionale Vermarktung und eventuell auch eine intensivere Kooperation von Verkehrsverein und Zweckverband, vielleicht auch durch die Nutzung von gemeinsamen Räumlichkeiten. Das wird insbesondere im Zusammenhang mit der Entwicklung des Urgeschichtlichen Zentrums angestrebt.

Des Weiteren könnte die Kulturarbeit organisatorisch dem Stadtmarketing zugeordnet werden. So ist es im Haushaltsplan vorgesehen. Die Stadt hat bislang keine Ziele vorgegeben, was die Struktur der heimischen Kulturlandschaft betrifft. In Zukunft soll auf jeden Fall eine bessere Abstimmung in den Bereichen Kunst, Musik, Theater und Bewahrung des Kulturgutes erfolgen. Ein Ansprechpartner für die Kulturarbeit hätte dann die Aufgabe, als Antrieb für zukünftige Entwicklungen zu wirken.

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