Neuer Bebauungsplan „Vor Bargloy“ kann Ende März verabschiedet werden

Wildeshausen wächst im Westen

Viel Platz für neue Häuser: Nördlich des Bargloyer Weges sollen weitere Flächen erschlossen werden.
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Viel Platz für neue Häuser: Nördlich des Bargloyer Weges sollen weitere Flächen erschlossen werden.

Wildeshausen – Die Kreisstadt wächst weiter im Westen. Am Donnerstagabend empfahl der Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt, den Bebauungsplan Nr. 54.1 „Vor Bargloy“ Teil D-1 als Satzung zu beschließen und damit zahlreiche Baugrundstücke nördlich des Bargloyer Weges und östlich der Straße Bargloyer Heide zur Verfügung zu stellen.

Anlass für die Aufstellung des Bebauungsplanes ist die nach Angaben der Stadt anhaltend hohe Nachfrage nach Bauland für Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser. Entsprechend werden dort überwiegend allgemeine Wohngebiete ausgewiesen. Die Größe des Geltungsbereiches beträgt rund 54.000 Quadratmeter, davon werden zukünftig 42. 500 Quadratmeter als Wohnflächen genutzt.

Die Areale konnten bislang nicht entwickelt werden, da unmittelbar nebenan ein landwirtschaftlicher Vollerwerbsbetrieb mit Nutztierhaltung gelegen war. Die Tierhaltung auf der Hofstelle ist jedoch mit Beginn des Jahres aufgeben worden.

Auch kleinere Grundstücke zulässig

Auf den Flächen am westlichen und nördlichen Rand des Plangebietes sollen auch kleinere Grundstücke mit einer Mindestgröße von 400 Quadratmetern je Einzelhaus zulässig sein, während in den übrigen Gebieten eine Mindestgrundstücksgröße von 500 Quadratmetern je Einzelhaus festgesetzt wird. Bei Doppelhäusern sind (je Haushälfte) je angefangene 300 Quadratmeter eine Wohneinheit zulässig. Im zentralen Plangebiet sollen einheitlich kompaktere Gebäudekörper errichtet werden. Daher sind hier zwingend zwei Vollgeschosse festgesetzt.

Am südöstlichen Rand des Bebauungsplangebietes sollen auch Mehrfamilienhäuser zulässig sein. Hier sind zwei Vollgeschosse zuzüglich eines Staffelgeschosses möglich.

Da die Festsetzungen des Bebauungsplanes in den vergangenen Monaten mehrmals ausgelegt und diskutiert wurden, gab es zum Großen und Ganzen keine Debatte mehr. Karl Schulze Temming-Hanhoff (fraktionslos) monierte zwar, dass man in dem Gebiet zweieinhalbgeschossige Gebäude zulasse, die an anderer Stelle in der Stadt nicht mehr gern gesehen werden, das hatte aber keine Konsequenzen.

Linken-Ratsfrau Kreszentia Flauger hatte drei Anträge eingereicht, von denen zwei aber erst in einer späteren Sitzung behandelt werden sollen.

Diskussion über Zahl der Bäume

Flauger hatte beantragt, im neuen Baugebiet gepflanzte Bäume ab einem Stammdurchmesser von 30 Zentimmetern, gemessen in ein Meter Höhe über dem Erdboden, zu erhalten. Der Plan sieht nur die Verpflichtung vor, einen Baum zu pflanzen und zu erhalten. Weitere bereits gepflanzte Bäume könnten somit wieder abgeholzt werden. „Damit bliebe der B-Plan hinter dem Baumschutzniveau bereits bestehender Pläne zurück“, so Flauger.

Planer Thomas Aufleger von Nordwest-Plan gab jedoch zu bedenken, dass die Grundstücke zum Teil sehr klein seien. Somit müsse es den Eigentümern genehmigt werden, Bäume zu fällen, wenn sie zu hoch wachsen würden. Ein Baum müsse aber in jedem Fall stehen bleiben.

Die beiden Anträge Flaugers, die später behandelt werden sollen, haben zum Inhalt, dass die Wohngebäude im Bereich des B-Plans mindestens nach dem KfW-Effizienzstandard 55 errichtet werden. Zudem möchte Flauger, dass die im Wohngebiet geplante Mehrfamilienhausbebauung von einer städtischen Gesellschaft realisiert wird. Die Grundstücke sollten so geplant werden, dass insbesondere für die laut Wohnbedarfsprognose bestehenden Fehlbedarfe gebaut wird. Dazu gehören günstige, kleine und/oder barrierefreie Wohnungen.

Flauger beantragte, dass die Flächen dann nur an berechtigte Personen vermietet werden. „Aktuell gibt es in bestimmten Bereichen der Stadt eine unausgewogene Wohnungsbelegung mit sozialen Verwerfungen“, so die Linke. „Wohnungen, deren Vergabe an Mieter im Verfügungsbereich der Stadt erfolgt, können dagegen gesichert so vergeben werden, dass eine ausgewogene Belegung erfolgt.“  

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