Verwaltungsausschuss überstimmt Schulausschuss

Stadt will besseres Angebot für Schultausch unterbreiten

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Das Angebot der Stadt sieht vor, hinter der Schule drei Facharbeitsräume zu errichten.

Wildeshausen - Der öffentlich tagende Ausschuss für Schulangelegenheiten der Stadt Wildeshausen hat am Donnerstagabend eine Nachbesserung des Angebotes zum Tausch der Liegenschaften Hunteschule und St.-Peter-Schule mehrheitlich abgelehnt. Der nicht öffentliche Verwaltungsausschuss hat diese Empfehlung kurz darauf wieder einkassiert und das Gegenteil beschlossen. Der Rat befasst sich nicht mehr damit.

Der Beschluss lautet nun, dass das städtische Angebot zum Schultausch um die Bereitstellung von Fachunterrichtsräumen für Werken, Naturwissenschaft und Hauswirtschaft am Standort St.-Peter-Schule um die konstruktive Lösung erweitert werden soll. Das heißt, es könnten dort mobile Bauten oder ein fester Anbau errichtet werden. Die Kosten für Mobilbauten würden zwischen 240.000 Euro und 337.000 Euro bei einer bis zu sechsjährigen Nutzung liegen. Die Errichtung von Fachunterrichtsräumen dürfte mindestens 640.000 Euro kosten. Wie das Abstimmungsverhalten im Verwaltungsausschuss war, ist geheim. Nach der Diskussion im Fachausschuss dürften CDW und UWG (vier Stimmen) gegen den Beschluss und SPD, CDU, Grüne und der Bürgermeister (fünf Stimmen) dafür votiert haben.

Die Entscheidung fiel im Schulausschuss gegen die Stimmen von Grünen, SPD sowie Schülervertretung. Vorangegangen war eine kontroverse Diskussion, die von vielen Besuchern verfolgt wurde. Fachbereichsleiter Hans Ufferfilge hatte deutlich gemacht, dass es seit Februar den klaren Auftrag des Rates gibt, einen Schultausch anzustreben, um die zweizügige St.-Peter-Schule in der Liegenschaft Hunteschule unterzubringen. Im Gegenzug soll die Förderschule Lernen am Standort St.-Peter-Straße ein neues Domizil finden. „Wir wollen keine Zeit mehr verlieren“, sagte er zur schnell einberufenen Sondersitzung. 

Die Fachausschusssitzung war gut besucht. Der entscheidende Beschluss fiel dann nicht öffentlich. 

Der Schulausschuss des Landkreises habe das bisherige Tauschangebot zurückgewiesen. Nun wolle man bis zum Kreisausschuss die „geschlossene Tür“ mit einem neuen Angebot wieder öffnen. Ob es schließlich zu einem Tausch komme, liege im Ermessen des Kreistages, der entscheiden müsse, ob die Hunteschule so angemessen weiterarbeiten kann. Eine Realisierung des Tausches bis zum 1. August 2019 schloss Ufferfilge in jedem Fall aus. „Ich halte den 1. August 2020 für einen glücklicheren Zeitpunkt“, sagte er.

Die Mehrheit des Fachausschusses mochte da nicht mitgehen, obwohl Manfred Rebensburg (Grüne) erklärte: „Wir wollen für alle Kinder in der Stadt die Raumnot beseitigen und müssen die finanzielle Situation bedenken.“

„Wir können doch Tausch zurückstellen“

Das wollte auch Ralf Menke als Elternvertreter: „Wir können doch den Schultausch zurückstellen und die drei neuen Räume an der Sporthalle für die Holbeinschule nutzen.“ Dieser Antrag stand jedoch nicht zur Diskussion, ebenso wie der Antrag von Hermann Hitz (UWG), eine dreizügige Schule im neuen Baugebiet zu errichten.

„Der Schultausch ist Murks, egal wie viel Geld wir da reinstecken“, kritisierte Marko Bahr (FDP), während Matthias Kluck (SPD) ausführte, man könne sogar Fördergelder für einen Schulanbau bekommen. „Mobilbauten sind hingegen keine Lösung“, führte er aus. Die Diskussion führte letztendlich ins Leere, da der Beschluss wieder umgestoßen wurde. 

dr

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