Wildeshausen verkaufte im vergangenen Jahr 48383 Quadratmeter Fläche/Förderung soll überarbeitet werden

Subventionierter Preis für Gewerbegrundstücke in der Kritik

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Im Bereich der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme konnten einige Gewerbegrundstücke verkauft werden.

Wildeshausen - Wildeshausen verschleudert seine Gewerbeflächen, obwohl es im städtischen Haushalt an Geld fehlt. Dieser Ansicht ist der parteilose Ratsherr Karl Schulze Temming-Hanhoff. Der subventionierte Preis von 18 Euro pro Quadratmeter decke schon nicht die Kosten, die die Stadt für Kanal- und Straßenbau aufwenden müsse, kritisiert er und wandte sich deshalb mit Fragen an die Stadtverwaltung: Deren Beantwortung in der Bauausschusssitzung stellten ihn aber kaum zufrieden, weil wichtige Weichenstellungen erst erfolgen sollen, wenn Wirtschaftförderer Claus Marx eine neue Richtlinie erarbeitet hat. Auf diese warten auch die anderen Fraktionen, denn, so CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Sasse, die Zeit, in der die Stadt nach dem Gießkannenprinzip Gewerbeansiedlungen subventioniere, müssten schnellstmöglich vorbei sein.

Im vergangenen Jahr wurden nach Auskunft der Verwaltung drei Gewerbeflächen mit einer Gesamtgröße von 48383 Quadratmetern verkauft. Die Areale liegen im Bereich der Spengler- und der Gerberstraße. Derzeit können noch Flächen in der Größe von 3325 Quadratmetern im Bereich der Buchbinderstraße und 23265 Quadratmeter an der Düngstruper Straße angeboten werden.

Bereits in seiner Sitzung am 12. November 1992 hatte der Stadtrat beschlossen, dass die Gewerbeflächen in dem Bereich „Vor Lüerte“ für 35 Mark verkauft werden sollen. Der Aufsichtsrat der Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft (GEG) hatte in seiner Sitzung am 15. August 2002 beschlossen, die Gewerbegrundstücke im Bereich des B-Planes „Bei der alten Lehmkuhle“ zum Kaufpreis von 18 Euro zu veräußern. Der Verkaufspreis der Gewerbeflächen im Bereich der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme liegt ebenfalls bei dem vom Gutachterausschuss festgestellten Wert von 18 Euro. Wie hoch aber allein die Kosten für Kanal- und Straßenbau sind, soll nun für die jeweiligen Gebiete ermittelt und dann vorgestellt werden. Damit soll auch erkennbar sein, ob die Kosten durch die Verkaufserlöse gedeckt werden.

Angesichts begrenzter Flächen und der Tatsache, dass nicht jedes neue Unternehmen gleichermaßen gewünscht ist, möchte die Politik dazu übergehen, einen kostendeckenden Quadratmeterpreis zu veranschlagen und Betrieben, die in der Kreisstadt gerne gesehen sind, mit anderen Unterstützungen entgegenzukommen. Diese Maßnahmenpakete stehen in den kommenden Monaten auf der Tagesordnung.

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