Weitere Kapazitäten in Wildeshausen nötig 

Verdoppelung der Übernachtungen denkbar

Die Hunte wird gerne von Kanufahrern genutzt. Das könnte weitere Touristen anlocken. - Foto: Rohdenburg

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Wie kann sich die Kreisstadt Wildeshausen noch besser aufstellen? Diese Frage soll nach Möglichkeit im Entwicklungskonzept „Wildeshausen 2030“ beantwortet werden, das von Bürgermeister Jens Kuraschinski initiiert wurde. Im Rahmen von Expertentreffen wurden fünf Schwerpunktthemen gesetzt. Um die dort formulierten Leitsätze ging es bei der ersten Stadtkonferenz im Juni, auf die weitere folgen werden. Ein wichtiger Aspekt war die Stärkung des Tourismus.

Einig sind sich alle Fachleute, dass eine Steigerung der bislang 20 000 Übernachtungen jährlich auf mehr als das Doppelte mit einem entsprechenden Angebot in Wildeshausen möglich ist. Es fehlen jedoch weitere attraktive Übernachtungsmöglichkeiten in der Stadt. Das können zusätzliche Hotelzimmer ebenso sein wie ein Zeltplatz oder günstige Urlaubswohnungen. Auch das Erlebnisangebot für Tagesgäste muss nach Ansicht von Experten gesteigert werden. Das könnte beispielsweise über weitere Aktivitäten an und auf der Hunte geschehen.

Die Teilnehmer an der Stadtkonferenz stellten fest, dass die Erlebbarkeit des Flusses und dessen Freizeit- sowie Naherholungswert durch die Ansiedlung weiterer und den Ausbau vorhandener Angebote wie Kanufahrten gesteigert werden kann. „Der Naturschutz darf in diesem Zusammenhang aber nicht vernachlässigt werden“, heißt es in der Ergebnisdokumentation mit Verweis darauf, dass die Natur durch rücksichtsloses Verhalten der Nutzer bereits geschädigt wurde. Als Folge dessen wurde das Angebot von Floßfahrten zurückgenommen.

So voll ist es auf dem Marktplatz nur bei Festen. Die schöne Innenstadt könnte noch mehr Besucher anziehen. - Foto: Stadt Wildeshausen

Im Rahmen der Konferenz gab es einige Anregungen, wie Wildeshausen attraktiver werden könnte. Beispielhaft wurde genannt, die Geschichte der Gilde mehr herauszustellen und ein Stadtmuseum zu initiieren. Wünschenswert sei es auch, Leihfahrräder an Stationen zur Verfügung zu stellen, das gastronomische Angebot zu erweitern und beispielsweise ein Familienfrühstück auf dem Marktplatz zu veranstalten.

Einen wichtigen Raum nimmt bei der Entwicklung eines Tourismuskonzeptes der Krandel als Freizeitbereich ein. Die Themen Sport und Freizeit böten die Möglichkeit, zwischen unterschiedlichen Gruppen zu vermitteln. Es sollten gemeinsame Aktivitäten gefördert werden, lautet der Wunsch der Stadtkonferenz. Ganz wichtig sei es auch für die touristische Entwicklung, den Wohnmobilstellplatz mehr im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern. Die 19 Stellplätze würden gut angenommen. Hier liege aber ein Potenzial für eine Steigerung der Kaufkraft und des gastronomischen Angebotes.

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