Stadtwerke Bremen übernehmen die städtische Beleuchtung

Stromverbrauch sinkt um 75 Prozent

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Vorbote der neuen Beleuchtung: SWB-Techniker Sebastian Delker montiert ein neues Licht in der Wildeshauser Bauerschaft Hanstedt.

Wildeshausen – Von Ove Bornholt. Die Stadtwerke Bremen (SWB) übernehmen die Kosten und die Wartung der öffentlichen Beleuchtung in der Stadt Wildeshausen sowie in der Landgemeinde. In den kommenden drei Monaten werden alle knapp 2 300 Lampen auf LEDs umgerüstet, sodass die jährliche Stromrechnung um 75 Prozent sinkt. Das heißt: Statt 170 000 werden nur noch 40 000 Euro pro Jahr fällig.

Mit dem eingesparten Geld sollen Erneuerung und Umrüstung bezahlt werden. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 20 Jahren und schlägt bei der Stadt mit rund vier Millionen Euro zu Buche. „Allerdings würde es uns alleine 3,5 Millionen Euro kosten, die Lampen selbst umzurüsten. Und das sofort“, betonte Baudezernent Manfred Meyer am Freitag, als Vertreter der Stadt und der SWB die Kooperation vorstellten.

Bürgermeister Jens Kuraschinski freute sich, dass die Stadt einen zuverlässigen Partner gefunden habe. Die SWB betreiben die Beleuchtung in insgesamt 35 Städten und Gemeinden. „Sie können auf einige Erfahrung zurückgreifen“, so Kuraschinski, der sich insbesondere bei seinem Baudezernenten bedankte, der diese Einsparungsmöglichkeit erkannt habe. Der Bürgermeister hofft, dass Störungsmeldungen künftig schneller bearbeitet werden. Bis Freitag mussten sich die Wildeshauser an die Stadtverwaltung wenden, die dann eine Fachfirma beauftragte.

Legen einen symbolischen Schalter um: Baudezernent Manfred Meyer, Bürgermeister Jens Kuraschinski sowie Dieter Kaper und Marcus Cohrs von den SWB (v.l.).

Bis die Elektriker vor Ort waren und den Schaden behoben hatten, konnte es allerdings dauern. „Die sitzen ja nicht rum und warten auf einen Anruf von uns“, erklärte Meyer. Hinzu kommt, dass viele Lampen nicht mehr auf aktuellem Stand sind. In einigen Baugebieten ist seit 40 Jahren kaum etwas in die Beleuchtung investiert worden.

Laut Meyer müssen die SWB Störungen, die den Verkehr gefährden, sofort beheben und an Hauptverkehrsstraßen in drei sowie in Wohngebieten in sieben Tagen tätig werden. Ohne diese Aufgabe werde die Verwaltung entlastet. „Die Störungsmeldungen waren nicht mehr schön. Der eine Bürger forderte, eine Lampe abzuschalten, weil sie in sein Schlafzimmer leuchtete. Der andere beklagte sich, weil es vor seiner Tür zu dunkel sei.“

Apropos dunkel: Bis jetzt werden die Lampen, von Hauptverkehrsstraßen abgesehen, um 23 Uhr abgeschaltet. Die neuen LED-Leuchten sind allerdings dimmbar. Denkbar ist, dass sie bis zum Morgen brennen. Im Rahmen der SWB-Sanierung werden auch 200 Schaltkästen erneuert. „Wir freuen uns sehr, mit der Stadt den Vertrag abgeschlossen zu haben“, kommentierte SWB-Vorstand Timo Poppe, der in der Kreisstadt lebt, die Kooperation.

Die neuen Leuchten haben eine Brenndauer von 50 000 Stunden, was dazu führen sollte, dass die derzeitigen Störungen im Stadtgebiet massiv zurückgehen. Das schätzen zumindest die SWB. Pro Jahr kann man von 4 000 Brennstunden ausgehen, wenn die Lampen von der Dämmerung bis zum Sonnenaufgang eingeschaltet sind.

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