Kein Extrageld für Volkshochschule

Stadt berichtet: Keine weitere finanzielle Beteiligung an Villa Knagge

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Noch ist offen, ob die Villa Knagge an Nordmann verkauft wird. 

Wildeshausen - Villa Knagge: Keine weitere finanzielle Beteiligung durch die Stadt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. Im Folgenden geht Stadtsprecher Hans Ufferfilge auf die Sitzung des Verwaltungsausschusses am Donnerstagabend ein.

Das nichtöffentlich tagende Gremium beschäftigte sich mit einem Zuschussantrag der Volkshochschule Wildeshausen, Mieter eines Gebäues der Villa Knagge, für nicht abgerufene Gelder aus dem Jahr 2018. Dieses Ansinnen sei an den zuständigen Fachausschuss verwiesen worden. Das bedeute, dass die Gelder zum „gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht ausgezahlt werden und zum späteren Zeitpunkt inhaltlich über den Antrag beraten werden soll“, so Ufferfilge. „Die Gremien sind sich einig, diese Angelegenheit losgelöst von der Thematik Neubau Villa Knagge zu einem späteren Zeitpunkt intensiv zu beraten“, schreibt der Stadtsprecher in der Mitteilung.

Die Firma Nordmann möchte die marode, leer stehende Villa Knagge von der Stiftung Johanneum sowie der katholischen Gemeinde kaufen und dort einen gastronomischen Betrieb ansiedeln. Die Vertragspartner sind sich soweit einig, aber die Volkshochschule verweist auf den gültigen Mietvertrag für das zur Villa gehörende Seminarhaus und fordert eine finanzielle Entschädigung. Eigenen Angaben zufolge würden durch einen Umzug und die Anmietung von neuen Räumlichkeiten Mehraufwendungen entstehen. Es stand die Frage im Raum, ob die Stadt finanziell einspringt.

In der Pressemitteilung heißt es: „Der Verwaltungsausschuss ist nach wie vor der Auffassung, dass das Projekt eine Bereicherung und ein Gewinn für die Stadt darstellt. Allerdings kann es aus grundsätzlichen Erwägungen heraus nicht Aufgabe der Stadt sein, Mehraufwendungen, die durch Auflösung eines Mietvertrages entstehen, zu übernehmen.“ Passagen wie diese irritieren aber Teilnehmer der Sitzung. So meint Stephan Rollié (CDW): „Wir sind uns sicher, dass wir nicht über einen Zuschussantrag für die Villa Knagge abgestimmt haben.“

Die Debatte im Verwaltungsausschuss läuft in einer kritischen Phase. Schließlich hat Nordmann der Stiftung und der katholischen Gemeinde ein Ultimatum bis zum 28. Februar gestellt. Bis dahin soll der Verkauf, der sich bereits mehrere Monate hinzieht, über die Bühne gehen. Und hinter den Kulissen wird offenbar noch fleißig verhandelt. „Wir sind in zielführenden Gesprächen“, sagte Hubert Bartelt, kaufmännischer Leiter des Johanneums, am Freitag. Er kündigte an, sich kommende Woche in der Angelegenheit an die Öffentlichkeit zu wenden.

Zur Unterstützung des Vorhabens hatte der Rat der Stadt bereits im Herbst vergangenen Jahres beschlossen, eine einmalige Förderung von 80 000 Euro an Investor Nordmann zu zahlen. Das ist nicht das einzige Steuergeld für das Vorhaben. Zusätzlich bezuschusst die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Oldenburg das Projekt mit weiteren 80 000 Euro. bor

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