Anlage im Krandel eröffnet im Mai mit vielen Angeboten für Sportler

Im Sommer pritschen, im Winter Pirouetten drehen

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Wolfgang Sasse, Gerd Sandkuhl und Angelo Lasagna (v.l.) testen schon mal die Motorsäge auf der Anlage im Krandel.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Kinder, die auf einem Bodentrampolin springen oder durch einen langen Tunnel krabbeln, Ausdauersportler, die unentwegt Treppenstufen hinauf- und hinablaufen, Schüler, die sich beim Volleyballspiel in den Sand hechten, und Schlittschuhläufer, die im Winter auf der zugefrorenen Fläche im Krandel ihre Runden drehen – all das wird jetzt Realität. In wenigen Wochen kann die Kinder- und Beachsportanlage in Wildeshausen eröffnet werden.

Derzeit ist Krandelverwalter Wolfgang Sasse fast täglich auf dem Gelände unterwegs, auf dem früher Tennissport betrieben wurde und das einige Jahre verwahrlost dalag. Der 72-Jährige hat auf seinen geplanten Urlaub verzichtet, um zusammen mit Angelo Lasagna dafür zu sorgen, dass die Arbeiten auf dem Areal zwischen den Sportplätzen und dem „Rämmi-Dämmi-Kinderland“ reibungslos verlaufen.

„Wir sind jetzt mit der Feinarbeit beschäftigt“, sagt Sasse, verweist dabei aber durchaus auf großflächige Erdbewegungen. Das Gelände könnte man grob in vier Bereiche unterteilen. Derzeit geht es im „Motorikpark“ zur Sache. Dort befinden sich eine Seilbahn, das Trampolin und der Trainingshügel mit Tunnel. Auf der Fläche werden gerade haufenweise Holzhäcksel aufgebracht, damit sich beim Fallen niemand verletzt. Schon bald sollen Slacklines installiert werden. Auch an eine Feuerschale ist gedacht, damit dort gemeinsam gegrillt werden kann.

Die Anlage ist in vier Bereich aufgeteilt, die parallel genutzt werden können. 

Der Bereich soll insbesondere von der Turnabteilung des VfL Wittekind genutzt werden, die ihr Material in einem Carport aufbewahren wird. Derzeit sucht Sasse noch nach Sponsoren für Rutschen, die vom Hügel nach unten führen sollen.

Gleich nebenan befindet sich der Multifunktions-Rasenplatz, der komplett mit Beregnungsanlage versehen ist und im Sommer von einem Mähroboter gepflegt wird. Hier kann in Zukunft gekickt und gezeltet werden.

Einen weiteren großen Bereich nimmt die Beachhandball und -volleyballanlage ein, auf der auch internationale Begegnungen veranstaltet werden können.

„Die Lautsprecheranlage ist komplett installiert, die Beleuchtung wird noch ergänzt“, erklärt Sasse und zeigt auf fünf Meter hohe Pfosten, an denen Fangnetze installiert werden können. Über das gesamte Feld gibt es Wasseranschlüsse, mit denen im Winter eine Eislauffläche angelegt werden kann. „Dazu benötigen wir jedoch noch eine spezielle Folie“, so Sasse, der dann eine große Tanne auf dem Platz schmücken möchte und ein winterliches Event auf der Anlage plant. Denkbar wären dort auch Grill- und Glühweinstände.

Wasserspender und Ladestationen für Handys

Zurück zum Sommer: Für die Sportler gibt es Wasserspender und Ladestationen für Handys. Eine Fußwaschanlage steht ebenso zur Verfügung wie Toiletten- und Umkleidecontainer. Turnierleitungen können in einem Verwaltungscontainer arbeiten, der mit WLAN und modernster Technik ausgerüstet werden soll. Die Lautsprecheranlage funktioniert über Funk.

Über das Internet können Interessenten bald bestimmte Teile des Areals für sportliche Aktivitäten buchen. Sasse möchte so allen Wildeshausern ermöglichen, die Anlage optimal zu nutzen. Es haben sich bereits Schulen angemeldet, die dort ihren Sportunterricht planen.

Mit der Eröffnung des Parks rechnet Sasse im Mai – je nach Witterungslage. Bis dahin wird auch Hobbykünstler Gerd Sandkuhl zwei Baumstämme im Eingangsbereich mit der Motorsäge bearbeitet haben. Wie auf Gut Spasche plant Sandkuhl, Holzfiguren zu schnitzen, die die Sportler begrüßen sollen.

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