Gemeinsam für Naturschutz sensibilisieren

Wildeshausen soll anpacken

Die Initiatoren der Gruppe „Natürlich Wildeshausen! – WIR packen an“ vor dem historischen Rathaus. - Foto: dr

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. „Natürlich Wildeshausen! – WIR packen an“ heißt das Motto einer Gruppe von jungen Wildeshausern, die nachhaltig etwas für den Naturschutz in der Kreisstadt tun möchten. Die Aktiven laden zur Auftaktveranstaltung für Mittwoch, 30. November, um 19 Uhr im Hotel „Wildeshauser Hof“ ein.

Alles begann mit einer Initiative von Hannes Wirth, der sich über den Müll auf der Burgwiese ärgerte und im Juli in den sozialen Netzwerken dazu aufrief, gemeinsam den Abfall einzusammeln. Zu den ersten, die dabei waren, gehörten Matthias Kluck und Tamino Büttner von den Jusos. Sie überlegten sich mit Wirth, dass man nachhaltig etwas für den Naturschutz in der Kreisstadt tun sollte, und gewannen Mitglieder des Jugendparlamentes sowie von „Grüner Planet“ für die Initiative. Mittlerweile ist auch die Freiwilligenagentur „MischMIT“ aus Wildeshausen dabei, die die zukünftige ehrenamtliche Arbeit koordinieren und die Freiwilligen betreuen soll.

„Wir wollen nicht nur die Symptome bekämpfen, sondern auch die Ursachen angehen“, sagt Jürgen von „Grüner Planet“, der seinen Nachnamen nicht nennen möchte. Wildeshausen sei ein Luftkurort, und nach seiner Einschätzung würde hier viel zu wenig für den Erhalt der Natur getan.

„Wir wollen gemeinsam mit den Menschen vor Ort sensibilisieren, gestalten und unsere Natur schützen“, sagen Hauke Schwarting, Stefan Eitner und Enrico Stieger vom Jugendparlament. Hierfür planen die jungen Leute ein Naturschutz- und Gestaltungskonzept. „Waldwege, Parks, Nitratbelastung des Grundwassers, Grünstreifen und eine aktive Beteiligung am Klimaschutzkonzept des Landkreises treiben uns an“, sagen Kluck und Büttner, der das Logo der Initiative entworfen hat. Es zeigt das historische Rathaus mit Laub.

Hinter „Natürlich Wildeshausen“ stehen nach Angaben der Initiatoren viele Vereine und freiwillige Helfer. Sie wollen nach der Auftaktveranstaltung in Workshops ermitteln, wo die Arbeitsschwerpunkte liegen. Es ist auch daran gedacht, einen monatlichen Müllsammeltag zu organisieren. Außerdem sollte den Menschen klargemacht werden, dass Müllentsorgung in der Natur eine strafbare Handlung ist, betont Jürgen.

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