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Schutzhütte im Rosengarten zum Gräberfeld

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Von: Dierk Rohdenburg

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Versperrt: Die Schutzhütte im Rosengarten am Pestruper Moor ist momentan nicht zugänglich.
Versperrt: Die Schutzhütte im Rosengarten am Pestruper Moor ist momentan nicht zugänglich. © dr

Wegen ausufender Partys wurde die Schutzhütte am Rosengarten in Wildeshausen geschlossen. Jetzt soll sie zum Gräberfeld verlegt werden.

Wildeshausen – Eigentlich sollte die Schutzhütte im Rosengarten schon lange zum Parkplatz am Pestruper Gräberfeld umgezogen sein. Zudem soll dort seit dem vergangenen Jahr eine Toilettenanlage für Besucher der prähistorischen Grabanlage zur Verfügung stehen.

Die Schutzhütte befindet sich jedoch noch immer einige Hundert Meter weiter im Pestruper Moor und ist nicht zugänglich. Und dort, wo die Toiletten hinsollen, steht derzeit ein Schild mit der Aufschrift „Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Toilettenanlage bis auf Weiteres entfernt werden“.

„Die Anlage gab es an der Stelle bislang noch gar nicht“, räumt Hans Ufferfilge, Pressesprecher der Stadt, auf Nachfrage ein. Die Anschlüsse seien zwar vorhanden, doch es fehle bislang an der Einrichtung. Was den Umzug der Schutzhütte betrifft, gibt es nun aber gute Nachrichten. Im Rahmen von Abstimmungsgesprächen habe man sich mit der Unteren Naturschutzbehörde über einen Standort am Rande des Parkplatzes geeinigt. „Es gibt einen Konsens, der aber noch nicht schriftlich fixiert ist“, so Ufferfilge. Die Hütte könne „auf Sicht“ umziehen. Allerdings müsse bei geeignetem Wetter zunächst ein Fundament angelegt werden. Dann aber könne zeitnah die Umsetzung erfolgen.

Ungewissheit dauert seit Jahren an

Damit wäre eine Jahre dauernde Ungewissheit beendet. Der fraktionslose Ratsherr Karl Schulze Temming-Hanhoff hatte zuletzt im Sommer angefragt, warum die Schutzhütte, die im Rahmen der Dorferneuerung errichtet wurde, seit Monaten mit Platten vernagelt sei. Seiner Ansicht nach darf die Hütte gar nicht verlegt werden, weil sie für diesen Standort vom Stadtrat genehmigt wurde. Zudem fragte er, welche Alternativen die Verwaltung derzeit für Wanderer anbietet und ob es eine Rückforderung von Zuschüssen aus dem Dorferneuerungsprogramm geben könnte, weil die Grundlagen der Gewährung entfallen sind.

Die Stadtverwaltung verweist darauf, dass die Hütte regelmäßig nicht zum Schutz vor Wettereinflüssen genutzt wurde, sondern eher dazu, um unter anderem Drogen zu verkaufen. „Es gab dort widerrechtliche Partys und extrem viele Müllablagerungen“, bestätigte Ufferfilge auf Nachfrage unserer Redaktion.

Im Sommer des Jahres 2020 musste die Wildeshauser Feuerwehr zweimal dorthin ausrücken, weil kleine Brände gelegt worden waren. Da der Bereich nicht regelmäßig kontrolliert werden kann, wurde die Schutzhütte geschlossen.

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