Mit Widerstand ist zu rechnen

Mit neun Jahren Verzögerung: Neuer Plan für Industriegebiet

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Im Bereich der Autobahnabfahrt Wildeshausen-West ist das neue Gewerbe- und Industriegebiet auf einer noch nicht genau öffentlich dargestellten Fläche geplant.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Neun Jahre nach der ersten Beteiligung der Öffentlichkeit am Bauleitplanverfahren für das Gewerbe- und Industriegebiet Wildeshausen-West soll das Projekt nun endlich zu einem guten Ende gebracht werden. Dafür sind eine Flächennutzungsplanänderung und anschließend ein neuer Bebauungsplan notwendig. Dabei ist mit massivem Widerstand zu rechnen.

Schon vor Jahren machten Bürger in Steinloge – in Nähe des geplanten Areals – deutlich, dass sie ein Gewerbe- und Industriegebiet nicht kampflos hinnehmen wollen. Im Wildeshauser Stadtrat haben bisher die UWG und die Fraktion der Grünen angekündigt, dass sie sich gegen das Projekt wenden wollen. CDU und SPD sowie die Mittelstandsvereinigung und der Handels- und Gewerbeverein setzen sich für ein neues Gebiet ein.

Ziel der aktuellen Planungen ist es, die rechtlichen Voraussetzungen zur Ansiedlung von Betrieben im Westen des Gemeindegebietes in unmittelbarer Nähe zur Autobahnabfahrt zu schaffen.

Nach umfangreichen und zeitintensiven Untersuchungen, insbesondere hinsichtlich des Eingriffs in Natur und Landschaft, hatte die Stadt im Sommer 2013 die förmliche Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange angeschoben. Der Rat beschloss sogar am 31. Juli 2014 die Flächennutzungsplanänderung. Doch der Landkreis Oldenburg stellte sich quer und kündigte an, aus Naturschutzgründen die Genehmigung zu versagen, worauf die Verwaltung den Antrag im Januar 2015 zurückzog.

Weniger Wald betroffen

Nun aber soll es wieder losgehen. Die bisherige Planung wurde überarbeitet. Im neuen Entwurf, der noch nicht öffentlich vorliegt, ist nach Angaben der Verwaltung eine „deutlich geringere Inanspruchnahme von Waldflächen“ für die zukünftige gewerbliche Nutzung vorgesehen. Auch die Gutachten zur Beurteilung der Wertigkeiten der Waldfunktion sowie die Biotoptypenkartierung liegen noch nicht öffentlich vor.

Die aktuelle Planung soll im Rahmen der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Bau und Umwelt am Donnerstag, 19. April, vorgestellt werden. Anschließend wird wie gewohnt die Öffentlichkeit im Rahmen einer Auslegung beteiligt.

Zunächst rechnet die Stadtverwaltung mit Kosten in Höhe von 25.000 Euro für die Erstellung des Umweltberichtes sowie Planungskosten von 12.500 Euro für die Änderung des Flächennutzungsplanes. Für das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplanes entstehen weitere Kosten. Allerdings hatte der Rat bereits Gelder in den Haushalt eingestellt. Dort sind sogar schon Millionen-Summen für den Ankauf von Flächen vorgesehen.

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