Klare Mehrheit stimmt gegen Abwahl

Nach Kritik an Facebook-Post: Sasse bleibt Bürgermeister

Jens Kuraschinski (l.) und Günter Lübke r.) verabschiedeten Christa Meenken und begrüßten Arne Peters. - Foto: Rohdenburg
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Jens Kuraschinski (l.) und Günter Lübke r.) verabschiedeten Christa Meenken und begrüßten Arne Peters.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Wolfgang Sasse (CDU) bleibt weiter stellvertretender Bürgermeister der Stadt Wildeshausen. Der Antrag des fraktionslosen Ratsherrn Karl Schulze Temming-Hanhoff, Sasse aus dem Amt abzuberufen, wurde am Donnerstagabend mit großer Mehrheit abgelehnt. Lediglich Temming-Hanhoff und Matthias Kluck (SPD) stimmten dafür.

Temming-Hanhoff war in seinem Antrag eigentlich noch weiter gegangen und hatte beantragt, dass Sasse nahegelegt werden soll, seine Abgeordnetenmandate sowohl für die Stadt Wildeshausen als auch für den Landkreis Oldenburg niederzulegen. Darüber wurde jedoch weder entschieden, noch debattiert.

Temming-Hanhoff hatte einen „diffamierenden Facebook-Post“ Sasses über den SPD-Kanzlerkandidaten genannt, der seiner Meinung nach eines stellvertretenden Bürgermeisters unwürdig sei. Der Post lasse sich zwar noch hinnehmen, so Temming-Hanhoff, „aber das, was hier als Entschuldigung dafür vorgetragen wurde, ist eine Lüge. Ein Lügner darf nicht stellvertretender Bürgermeister sein“.

„Wir haben genügend andere Baustellen“

Das brachte Temming-Hanhoff nicht nur einen Ordnungsruf vom Ratsvorsitzenden Günter Lübke (CDU) ein, sondern auch die Widerworte von Bürgermeister Jens Kuraschinski. „Womit befassen wir uns hier eigentlich? Wir haben genügend andere Baustellen“, so Kuraschinski. „Dieser Antrag ist ein Stück weit über das Ziel hinausgeschossen. Wir sollten die Last von Wolfgang Sasses Schultern nehmen.“

Bei der Abstimmung enthielten sich Thomas Johannes, Hermann Hitz (beide UWG), Bernhard Block (CDU) sowie Marko Bahr und Arne Peters (beide FDP). Peters war erst im Rahmen der Sitzung für Christa Meenken in den Rat nachgerückt. Die Liberale hatte gesundheitliche Gründe für ihren Rücktritt genannt. Peters begrüßte jedes Ratsmitglied per Handschlag, nachdem er von Jens Kuraschinski verpflichtet worden war.

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