Zwei Millionen Euro Mehrkosten wegen gestiegener Baupreise / Projekt muss bis Ende 2023 umgesetzt sein

Wildeshausen: Sanierung des Freibads wird deutlich teurer

Sanierungsbedürftig: Das Freibad Wildeshausen, hier das Nichtschwimmerbecken, das schon länger gesperrt ist. 
archiv
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Sanierungsbedürftig: Das Freibad Wildeshausen, hier das Nichtschwimmerbecken, das schon länger gesperrt ist. archiv

Wildeshausen – Die Sanierung des Wildeshauser Freibades wird zwei Millionen Euro teurer als geplant. Laut Stadtverwaltung steigen die Ausgaben von 5,38 auf 7,46 Millionen Euro. „Im Wesentlichen begründet sich der Mehrbedarf aufgrund des notwendigen Bauumfanges einschließlich erforderlicher Ausstattungen, der konkreteren Kostenbetrachtung des Projekts mit Anpassung an die Baupreisentwicklung sowie der notwendigen Abdeckung eines Ausschreibungsrisikos“, heißt es in der Vorlage für die Sitzung des Finanzausschusses am Mittwoch, 30. September, ab 17 Uhr im Rathaus.

Eigenanteil steigt trotz Förderung auf fünf Millionen Euro

„Trotz des insoweit auf rund fünf Millionen Euro gestiegenen Eigenanteils geht die Verwaltung davon aus, dass das Projekt mehrheitlich nach wie vor gewollt ist und realisiert werden soll“, schreibt Kämmerer Thomas Eilers. Bekanntlich erhält die Stadt eine Bundesförderung von 2,4 Millionen Euro, sodass die Kommune nicht die gesamte Investition alleine stemmen muss. Allerdings verlangt der Bund, dass das Projekt bis Ende 2023 umgesetzt wird. Und bei einer Bauzeit von mindestens anderthalb Jahren kann die Stadt die Angelegenheit nicht auf die lange Bank schieben.

Geplant ist, das schon seit Längerem gesperrte Nichtschwimmerbecken abzureißen und neu zu errichten – jedoch nur noch halb so groß. Stattdessen soll ein Planschbecken entstehen. Das Schwimmer- und das Springerbecken sollen kernsaniert werden.

Umsetzung dauert mindestens anderthalb Jahre

Nachdem im Winter vergangenen Jahres der Förderbescheid aus Berlin zugestellt worden war, sollte der Baustart eigentlich im dritten Quartal 2020 erfolgen. Allerdings musste die Stadt bei Ausbruch der Corona-Pandemie eine Haushaltssperre verhängen. Mittlerweile sind jedoch Zuschüsse vom Bund zur Bewältigung der Steuerausfälle in Aussicht gestellt worden.

Bisher hat die Politik die Sanierungspläne mehrheitlich mitgetragen. Jetzt stellt sich die Frage, woher die zusätzlich benötigten zwei Millionen Euro kommen sollen. Die Stadtverwaltung weist in der Sitzungsvorlage darauf hin, dass das eigentlich für die Entwicklung des Industrie- und Gewerbegebiets Wildeshausen-West geplante Geld in diesem Jahr nicht mehr gebraucht würde. Die dafür vorgesehenen Verpflichtungsermächtigungen über 1,1 Millionen Euro würden nach dem Vortrag der Nanz-Gruppe im Mai nicht mehr benötigt werden, heißt es in der Sitzungsvorlage. Die Investoren wollen das Areal erschließen. Ein entsprechender städtebaulicher Vertrag ist allerdings noch nicht unterschrieben worden.  bor

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