2020 soll sowohl an der Hunte- als auch an der St.-Peter-Schule gebaut werden

Wildeshausen: So plant die Stadt den Schultausch

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Ein Anbau an die Hunteschule soll zusätzlichen Raum für die St.-Peter-Schüler schaffen. 

Der Schultausch zwischen der St.-Peter- und der Hunteschule mag beschlossene Sache sein, aber viele betroffene Eltern haben sich noch nicht so recht damit angefreundet, dass ihre Kinder ab 2021 in einem anderen Gebäude beschult werden. Wie berichtet, werden die St.-Peter-Grundschüler dann an der Heemstraße unterrichtet, während die Hunteschule (Förderschule Lernen) an den St.-Peter-Standort wechselt. Um Vertrauen zu schaffen, hatte die Stadtverwaltung zugesagt, transparent zu informieren. Das war am 9. Mai während einer Ausschusssitzung, bei der besorgte Eltern viele Fragen stellten. Seit Freitag ist auf der Internetseite der Stadt unter der Rubrik „Projekt Schultausch“ ein Quartalsbericht zur Umsetzung des Vorhabens einsehbar.

Wildeshausen - 1,3 Millionen Euro stehen zur Verfügung, um die Hunteschule an der Heemstraße um- und auszubauen. Erste Arbeiten sollen grundsätzlich in den Ferien durchgeführt werden, um die Belastungen für die Schüler so gering wie möglich zu halten. Die Sanierungsarbeiten sollen im Herbst dieses Jahres anlaufen und konsequent fortgesetzt werden.

Davon unabhängig plant die Stadt einen Anbau an die Hunteschule. Zurzeit laufen dazu die Detailplanungen. Noch in diesem Quartal soll eine Baugenehmigung beantragt werden, sodass bis Ende des Jahres die Ausschreibung möglich ist. Der Baustart ist für den Beginn der Sommerferien 2020 vorgesehen. Wie lange die Maßnahme dauern soll, ist dem Quartalsbericht nicht zu entnehmen, aber zum Start ins Schuljahr 2021/22 soll alles fertig sein, denn dann gehen die St.-Peter-Schüler an der Heemstraße zur Schule. Auch wenn Detailplanungen noch laufen, sind die neuen Raumnutzungsprogramme mit den Schulleitungen abgestimmt, informiert die Stadt. Der Anbau soll als Betreuungs- und Musikraum dienen.

Auch an der Turnhalle der St.-Peter-/Holbeinschule soll ein Anbau erfolgen. 

Im Rahmen des Schultauschs plant die Stadt auf Anforderung des Landkreises Oldenburg hin auch einen Anbau am Standort St.-Peter. Der Kreis hatte als Träger der Hunteschule zusätzliche Fachräume verlangt. Die sollen an der Turnhalle der St.-Peter- und der Holbeinschule errichtet werden. Der Baustart ist ebenfalls zum mit Beginn der Sommerferien 2020 angesetzt. Aktuell laufen die Detailplanungen, anschließend startet das Baugenehmigungsverfahren, heißt es in dem Quartalsbericht. Die notwendigen Haushaltsmittel von knapp 900 000 Euro sind in den Etats bis 2021 veranschlagt.

Die Baumaßnahmen, für die insgesamt knapp 2,2 Millionen Euro kalkuliert sind, sind Voraussetzungen für den Schultausch. Dieser war nach einer kontroversen Diskussion, die sich über Monate hinzog, mit knapper Mehrheit vom Stadtrat beschlossen worden. Eine Alternative wäre der Neubau einer Grundschule gewesen, den viele Politiker aus Kostengründen ablehnten. Auch der Landkreis gab als Schulträger der Hunteschule grünes Licht – ebenfalls nach einer intensiven Debatte und mit knapper Mehrheit.

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