47 Bauflächen auf Kasernengelände 

Planänderung für kleinteiligeres Wohnen in Spasche kommt voran

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Noch versperrt: Über die Dr.-Pickart-Straße könnte ein Teil des Gebietes erschlossen werden.

Wildeshausen - Wildeshausen wächst derzeit an vielen Stellen. Neben der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme im Westen gibt es Wohnbauprojekte an der Harpstedter Straße sowie nun bald wieder im Bereich des Bebauungsplanes „Stadtfelde“. Hier handelt es sich um das ehemalige Kasernengelände, das von Investor Wolfgang Rixen erworben wurde.

Das Plangebiet soll nun aufgeteilt werden. Auf der einen Seite gibt es dort das Resort Spascher Sand mit sehr hochwertigen Bauten und einer Zierteichlandschaft. Dort sind nach Angaben der NWP-Planungsgesellschaft über die Hälfte der verfügbaren Baugrundstücke verkauft und davon 94 Prozent auch bebaut. Der noch weitgehend baulich ungenutzte südöstliche Bereich des Resorts soll nun aber nach geänderten Plänen bebaut werden. Ziel sind kleinere Grundstücksparzellierungen und eine Erschließung, die teilweise über die Dr.-Pickart-Straße im Norden erfolgt. In dem Bereich sollen 47 Parzellen für Einfamilien- und Doppelhäuser entstehen.

Der fraktionslose Ratsherr Karl Schulze Temming-Hanhoff hatte bereits den Aufstellungsbeschluss als nicht zulässig kritisiert. Das „beschleunigte Verfahren“ sei laut Baugesetzbuch nur bei Flächen unter zwei Hektar und bei Gebieten zwischen zwei bis sieben Hektar (wie hier) nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig, monierte er.

Die Kommunalaufsicht beim Landkreis Oldenburg hat jedoch „keine rechtlichen Bedenken“. Dennoch muss der zuständige Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt in seiner Sitzung am Mittwoch ab 18.15 Uhr im Stadthaus noch auf einige Hinweise reagieren, bevor der Plan genehmigt werden kann. So soll der Investor für eine Kompensation sorgen, weil für das neue Baugebiet Bäume gefällt werden müssen.

Müllentsorgung ab Haustür wird sichergestellt

Der Investor hat zudem dafür zu sorgen, dass eine Müllentsorgung ab Haustür weitestgehend gewährleistet werden kann. Im Bebauungsplan wird zudem aufgeführt, dass sich die Häuser in den zu schaffenden allgemeinen Wohngebieten an das Gestaltungskonzept des Spascher-Sand-Ressorts anpassen. Bei den Außenwänden von Haupt- und Nebengebäuden ist deshalb unglasiertes Verblendmauerwerk zu verwenden. Es sind nur Farben im Spektrum grau, braun, anthrazit oder terrakotta zulässig.

Die Möglichkeiten für eine gewerbliche Nutzung von Teilflächen dürften eingeschränkt werden. Die bislang als Sondergebiet „Marktplatz“ sowie „Bildung und Gesundheit“ festgesetzten Areale sollen als Mischgebiet überplant werrden. Dort könnte dann die Verwaltung des Spascher Sand-Resorts ebenso untergebracht werden wie ein Bäcker und weitere Dienstleister. Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Bundeswehr soll zum Teil erhalten bleiben.

Die Kosten für die Änderung des Bebauungsplanes sowie für die in dem Plan festgelegten Maßnahmen muss der Investor übernehmen. Nach der Beratung durch den Fachausschuss wird der Plan am 21. Februar im Verwaltungsausschuss behandelt. Bei einem zustimmenden Beschluss könnte wohl schon bald die Vermarktung der neuen Grundstücke auf dem ehemaligen Kasernengelände beginnen.  

dr

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