Campingplatz „Bürgerpark“

CDU: Erst Sandabbau –dann Industriegebiet

Ortstermin auf dem Campingplatz: Günter Lübke, Karl-Heinz Bley, Bernhard Block, Karsten und Henrik Scheele, Christa Plate und Wolfgang Sasse (von links). Foto: Dejo

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Die CDU-Fraktion im Wildeshauser Stadtrat will in puncto Gewerbe- und Industriegebiet Wildeshausen-West richtig „Gas“ geben. Am Montag haben Wolfgang Sasse, Günter Lübke, Christa Plate, und Bernhard Block gemeinsam mit Investor Karsten Scheele vor Ort vorgestellt, was auf dem ehemaligen Campingplatz „Bürgerpark“ möglich wäre. Mit dabei war der CDU-Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Bley, der es befürwortet, an der Autobahn ein solches Gebiet entstehen zu lassen.

Zudem machte er deutlich, dass unter bestimmten Voraussetzungen, die von Wildeshausen durchaus erfüllt werden würden, eine Förderung von bis zu 50 Prozent möglich wäre. Unter anderem für Erschließung, Ausbau und Revitalisierung, Errichtung sowie für den Ausbau der Verkehrsanbindung.

„Es wird Zeit, dass wir die Sache jetzt endgültig anschieben. Immerhin ist diese Maßnahme schon seit annähernd 20 Jahren im Gespräch“, waren sich Plate und Sasse einig. Ordentliche Anträge wurden von der CDU 2003, 2008, 2012 und 2015 gestellt. „Da es mit dem interkommunalen Industriegebiet in Hockensberg nach den heutigen Veröffentlichungen wohl nichts wird, müssen und wollen wir jetzt reagieren. Die politischen Gremien müssen sich intensiv damit beschäftigen“, so Sasse.

Zunächst aber räumte der Fraktionsvorsitzende mit dem Gerücht auf, die CDU wolle auf einer Fläche von rund 70 Hektar den Wald abholzen: „Diese Zahl kursierte vor einiger Zeit durch die Stadt.“ Fakt sei, dass im ersten Abschnitt lediglich rund 20 Hektar für das Industrie- und Gewerbegebiet vorgesehen seien. „Bei Bedarf gibt es dann noch die Option, das Gebiet etwas zu erweitern“, betonte Scheele. Aber dieser Punkt sei noch lange nicht erreicht.

Er selber stehe in den Startlöchern und möchte nach Erteilung der Erlaubnis durch den Landkreis in diesem Gebiet zunächst Sandabbau betreiben. „Die Vorbereitungen laufen, der Campingplatz wird bis Ende Juni ohne Zeitdruck von den Pächtern zurückgebaut“, erklärt Scheele, der während der Rundfahrt darauf verwies, dass schon einige Flächen komplett geräumt sind: „Im vorderen Bereich könnte ich bis zu einer Tiefe von sieben Metern abbauen, hinten bis zu 16 Metern. Wenn die Stadt dann entschieden hat, könnte mit der Errichtung des Industriegebietes umgehend begonnen werden.“ In zwei bis drei Jahren könne der Abbau im ersten Bereich bereits beendet sein.

„Wichtig ist, dass wir die Sache jetzt massiv und intensiv angehen und vorbereiten“, so Sasse. Wenn das Planverfahren angeschoben sei, müsse ein Konzept entwickelt werden: „Vor allen Dingen wäre es ratsam und wichtig, dass für diese große Maßnahme ein Projektentwickler eingesetzt wird, der sich ausschließlich damit beschäftigt. Auch damit, welche Firmen aus der Stadt ausgesiedelt werden können und wollen.“

Hier gebe es drei interessierte Unternehmen aus der Kreisstadt: Getränke Nordmann, Kreyenkamp und Grashorn.

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