Getränke-Großhändler möchte Immobilie erwerben und sanieren

Nordmann plant Braugasthaus in der Villa Knagge

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Herbert Weitz, Hubert Bartelt, Stephan Damke, Fritz-Dieter Nordmann und Roland Damme (v.l.) bei der Vorstellung des Projektes eines neuen Braugasthofes.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. In die denkmalgeschützte Villa Knagge an der Ahlhorner Straße in Wildeshausen soll ein Braugasthaus einziehen. Die Firma Nordmann, die kommendes Jahr 100 Jahre in der Kreisstadt ansässig ist, möchte für Sanierung und Umbauten mehrere Millionen Euro in die Hand nehmen und das Gebäude von der katholischen Kirche erwerben.

Erste Gespräche zwischen Fritz-Dieter Nordmann und der Stiftung Johanneum, die Träger des gleichnamigen Krankenhauses ist, kamen auf Initiative von Bürgermeister Jens Kuraschinski vor einem Jahr zustande. „Mir war klar, dass das eine Herkulesaufgabe wird“, so Nordmann, dessen Großvater 1919 wenige Meter von der Villa entfernt Gebäude der Wittekindbrauerei am Brauereiweg übernommen hatte. „Wir haben die Villa mehrmals besichtigt, und dabei sind bei mir Liebe zum Objekt und Euphorie aufgekommen“, berichtete Nordmann am Donnerstag im Rahmen eines Pressegespräches.

Schnell wurden bei den ersten Treffen die Grundzüge des für Wildeshausen neuartigen Gastronomiekonzeptes zum Erhalt der Villa Knagge und ihres umliegenden Areals deutlich. Ein Konzept, mit dem sich Denkmalschutz, Nutzung des Anwesens und positive Effekte zum Beispiel für den Bereich Tourismus verbinden lassen, so Nordmann. Er hofft, mit einem neuen Braugasthof Gäste in einem Umkreis von 50 Kilometern zu begeistern.

Wie berichtet, gibt es bei der Villa Knagge einen Sanierungsbedarf von mindestens zwei Millionen Euro. Seit September 2016 steht das einzigartige Gebäudeensemble leer. Die Stiftung Johanneum, die 1973 mittels eines Erbpachtvertrages mit der katholischen Kirchengemeinde St. Peter Besitzerin der Immobilie wurde, ist bereits seit mehreren Jahren um ein tragfähiges Nutzungskonzept für das mehr als 165 Jahre alte Gebäude bemüht.

„Wir würden den Vertrag so schnell wie möglich lösen“, sagte Herbert Weitz als Kuratoriumsvorsitzender. Entscheidend sei, dass das bischöfliche Offizialat in Münster einem Verkauf zustimmt. „Wir stehen voll hinter dem Konzept von Nordmann“, betonte Weitz. So hoffe er, dass die Verhandlungen bis zum Herbst abgeschlossen sind.

Nordmann plant zusammen mit dem Architekten Stephan Damke an beiden Seiten des Gebäudes transparente Wintergärten und eine beheizbare Veranda. In dem einen Anbau, der derzeit von der Volkshochschule genutzt wird, möchte Nordmann eine eigene Hausbrauerei einrichten. „Somit wird in unmittelbarer Nachbarschaft zur ehemaligen Brauerei Schloss Wittekind wieder Wildeshauser Bier hergestellt“, freute sich Nordmann. Nach Angaben von Roland Damme, Geschäftsführer der Nordmann Unternehmensgruppe, könnten mit dem Vorhaben 30 weitere Arbeitsplätze geschaffen werden.

Neben der Euphorie ist allen Beteiligten aber auch bewusst, dass bis zur endgültigen Umsetzung des Projektes noch ein langer Weg zu beschreiten ist. Wichtig ist im nächsten Schritt, dass eine Einigung zwischen der Stiftung Johanneum und der katholischen Kirche hergestellt werden kann. „Auch Zuschüsse aus öffentlichen Fördertöpfen sind für die Umsetzung eines solchen Projektes unabdingbar“, erklärte Nordmann.

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