Planung für Busverkehr fehlt weiterhin

Noch kein Konzept für die Kaiserstraße

Diese Situation gibt es auf der Kaiserstraße deutlich seltener.

Wildeshausen - Mehr als 500 Anzeigen hat die Bürgerinitiative Kaiserstraße innerhalb eines Jahres geschrieben, weil insbesondere Lastwagenfahrer unerlaubt die Verbindung durch die Stadt nehmen. Laut Verkehrsgutachten der Stadt sind sowohl die Wittekindstraße als auch die Kaiserstraße baulich nicht geeignet, den Verkehr aufzunehmen.

Laster und Busse kommen im Begegnungsverkehr kaum aneinander vorbei. Es gilt zwar ein ausgeschildertes Durchfahrverbot, das bisher aber von den Fahrern kaum beachtet wurde. „Die Stadt ließ uns mit dem systematischen Missbrauch der Straßenverbindung völlig alleine“ kritisiert Ulrich Stolle-Warkotz von der Bürgerinitiative.

Aufgrund der vielen Anzeigen hat sich inzwischen der Schwerlastverkehr nach Auskunft der Bürgerinitiative „dramatisch“ reduziert. Die Frage, wie die Linien- und Schulbusse in Zukunft fahren sollen, ist hingegen noch nicht geklärt.

„Aufgrund der Probleme in Verbindung mit der Betriebsaufnahme zum 1. August durch die Verkehrsbetriebe Oldenburg Land ist es dem Landkreis Oldenburg in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen bisher nicht gelungen, eine Planung für die Busverkehre auf der Kaiserstraße zu erstellen“, teilte Wildeshausens Baudezernent Manfred Meyer dem Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt mit. 

Idee: Einbahnstraßenregelung

Eine zeitnahe Bearbeitung sei aber vom Landkreis Oldenburg in Aussicht gestellt worden. Über die weitere Umsetzung der im Verkehrsentwicklungsplan für die Kaiserstraße vorgeschlagenen Maßnahmen werde die Verwaltung zu gegebener Zeit berichten.

In dem Plan regen die Experten beispielsweise an, eine Einbahnstraßenregelung zu schaffen, um Begegnungsverkehre zu vermeiden. Auch soll durchgängig Tempo 30 eingeführt und die nicht gesetzeskonforme Regelung des Fahrradverkehrs beseitigt werden. „Diese Vorschläge liegen bereits seit über einem halben Jahr vor“, moniert Stolle-Warkotz. Es sei jedoch gar nichts aufseiten der Stadt geschehen. Bislang sei nicht einmal das Angebot zum Gespräch durch die Stadt wahrgenommen worden. Die Bürgerinitiative könne sicherlich Hinweise geben, um die Probleme zu entschärfen. - dr

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