In Aldrup sollen jetzt die Anlagen ersetzt werden

Höher und effektiver: Windräder 176 Meter hoch

Eine Windenergieanlage des Typs Senvion 3.4M114.

Aldrup - Von Dierk Rohdenburg. Auch in Aldrup heißt die Devise bei Windenergieanlagen jetzt: höher und effektiver. Heute berät der Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt in öffentlicher Sitzung über die dafür erforderliche Änderung des Flächennutzungsplanes und des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes.

Für den Windpark Aldrup besteht der vorhabenbezogene Bebauungsplan „Windpark Aldrup“. Dieser ist seit dem Jahr 2000 rechtskräftig und setzt Standorte für zwei Windenergieanlagen mit Anlagenhöhen von 99 Metern über bestehendem Gelände fest.

Der Betreiber der Anlagen, die EBV Windpark 26 GmbH, möchte nun die beiden Windräder zurückbauen und an geringfügig veränderten Standorten durch modernere und leistungsfähigere Anlagen ersetzen. Der Betreiber beabsichtigt, zwei Windräder vom Typ Senvion zu errichten. Die Anlagen haben eine Nabenhöhe von 119 Metern und einen Rotordurchmesser von 114 Metern. Aus diesen Abmessungen resultiert eine Gesamthöhe von 176 Metern.

Die installierte Leistung wird von der Projektgesellschaft mit 6,8 Megawatt angegeben. Somit könnte der Energieertrag am Standort etwa 18 Millionen Kilowattstunden im Jahr betragen. Das entspricht ungefähr dem Sechsfachen der Produktion der beiden vorhandenen Anlagen. Der Betreiber rechnet vor, dass damit 3 600 Vier-Personen-Haushalte mit „grünen“ Strom versorgt werden können. Die Kohlendioxid-Einsparung beträgt etwa 11 000 Tonnen pro Jahr. Es wird von einer 20-jährigen Laufzeit der Anlagen ausgegangen.

Nach Herstellung der Betriebsbereitschaft (bis zu 14 Wochen) sollen die Windräder ganzjährig 24 Stunden am Tag betrieben werden, sofern es die Windverhältnisse erlauben. Allerdings haben Gutachten ergeben, dass an den Anlagen der Einsatz eines Schattenwurfmoduls notwendig sein wird, um an mehreren Orten in der Umgebung die maximal erlaubte Schattenfwurfdauer nicht zu überschreiten. Hinsichtlich der Schallimmissionen könnten die beiden geplanten Windräder am Tage ohne Einschränkungen betrieben werden. In der Nachtzeit ist jedoch ein schallreduzierter Betrieb nötig, haben die Gutachter festgestellt.

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