Wildeshausen muss schnell neue Unterkünfte haben/Konzept für 200 Wohnungen

„Situation ist dramatisch“

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So könnte Sozialer Wohnungsbau am Lehmkuhlenweg aussehen.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Sozialdezernent Bodo Bode vom Landkreis brachte es am Donnerstagabend auf den Punkt: Die Flüchtlingssituation im Kreis ist dramatisch und wird noch viel schlimmer. Sehr schnell müssen viele Notunterkünfte eingerichtet werden.

„Wir schieben für dieses Jahr noch 500 Flüchtlinge aus der Quote vor uns her. Im kommenden halben Jahr werden es weit über 1000, und das ist noch lange nicht das Ende“, so Bode. Die Konsequenz: Die Sporthallen bleiben besetzt, es wird weitere große Notunterkünfte geben, es müssen dringend neue Wohnungen gebaut werden, und: „Was den Metropolpark in Ahlhorn angeht, werden wir vielleicht bald Tabus brechen müssen“, sagte Bode angesichts eines Migrationsanteils in Ahlhorn von etwa 50 Prozent der Menschen und der Notwendigkeit, dort doch ein Aufnahmelager zu errichten.

Die „schonungslose Aufklärung über unsere Zukunft“ (Rainer Kolloge, UWG) gab es im Zusammenhang mit der Diskussion im Ausschuss für Stadtentwicklung zu der Frage, wo und wann in Wildeshausen Bauten für den Sozialen Wohnungsbau erstellt und Übergangswohnen in Schnellbauweise geschaffen werden kann. Stefan Könner von der Grundstücks- und Siedlungsgesellschaft Oldenburg legte Pläne vor, an der Raiffeisenstraße, am Lehmkuhlenweg und am Kornweg Wohneinheiten zu bauen. Das Gelände an der Raiffeisenstraße eignet sich für 55 Einheiten, die für Senioren, Behinderte und Flüchtlinge geeignet wären. Das Grundstück gehört dem Landkreis. Am Lehmkuhlenweg wären sogar in zweigeschossiger Bauweise 150 Einheiten denkbar. Das Gelände gehört der Stadt. Auf einem privaten Grundstück am Kornweg wäre Platz für zwölf Wohnungen. Auf allen Flächen müssten die Bebauungspläne geändert werden, die Verwaltung ist aufgefordert, ein Konzept zu erstellen, das möglicherweise noch in diesem Jahr in Sondersitzungen beraten wird.

Dann geht es auch um Übergangswohnungen in sehr einfacher Holzrahmenbauweise, die bis zu 15 Jahre halten könnten. „Das wäre ein Ersatz für die Belegung von Sporthallen“, so Könner. Die Gemeinde würde die Flächen zur Verfügung stellen, die GSG würde bauen und an den Landkreis vermieten. Die Häuser könnten innerhalb von drei Monaten in Abstimmung mit der umliegenden Nachbarschaft erstellt werden.

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