607 Kinder kommen aus dem Ausland

Wildeshausen multikulturell: 3 000 Bürger sind nicht deutsch

Im Krandelbad lernen Kinder von Flüchtlingen Schwimmen.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Rund 75 verschiedene Staatsangehörigkeiten haben die in Wildeshausen lebenden Menschen. Knapp 3 000 der in der Kreisstadt wohnenden Menschen sind nicht deutsche Staatsangehörige. Die Zahl der Bürger mit Migrationshintergrund ist jedoch viel höher. Wildeshausen ist also eine mulitkulturelle Stadt, was viel Chancen, aber auch einiges an Problemen und Arbeit bringt.

Die Integrationsfachkraft der Stadtverwaltung, Michaela Kurwinkel, zeigte am Donnerstagabend den Mitgliedern des Ausschusses für Stadtentwicklung, Fremdenverkehr, Sport und Kultur auf, wo überall in Wildeshausen Integrationsarbeit geleistet wird. Deutlich wurde dabei auch, dass eine Abstimmung manchmal gar nicht so leicht ist.

Es ist beispielsweise schwierig, die genauen Zahlen aufzulisten. Mit Stand 30. Mai zählt die Stadt 1 071 bulgarische Mitbürger. Da aber viele den Campingplatz Aumühle verlassen müssen oder schon verlassen haben, ist unklar, ob sie noch in Wildeshausen leben. Aus Polen kommen derzeit 417 Bürger, aus dem Irak 338, aus Syrien 195, aus Rumänien 61 und vom Westbalkan 59.

„Die Zahl der nicht deutschen Bürger ist stark angestiegen“, so Kurwinkel. Noch vor zwei Jahren habe sie unter 2 000 gelegen.

Seit 2014 hat die Stadt 384 Flüchtlingszuweisungen bekommen. Aufgenommen wurden hier aber 471. Somit liegt Wildeshausen deutlich über der Quote. Die meisten Geflüchteten kommen aus dem Irak, Syrien, Afghanistan, dem Iran und Pakistan. 607 Kinder in Wildeshausen sind nicht deutscher Staatsangehörigkeit.

„Es gibt viele Akteure, die sich engagieren“, so Kurwinkel. Besonders erfolgreich seien die Flüchtlingspatenschaften, mit denen unmittelbar geholfen werden könne. Dazu kommen viel Sprachlernangebote, das Café Willkommen, die Fahrradwerkstatt, die Geschirrstube, das Möbellager sowie Projekte in den Treffpunkten.

„Es gibt eine enorme Bereitschaft in der Bevölkerung, auch unentgeltlich zu helfen“, lobte CDU-Frakionsvorsitzender Wolfgang Sasse. Dieser Bewertung schlossen sich die anderen Ausschussmitglieder an – verbunden mit der Aufforderung, auch in Zukunft weiter dafür zu sorgen, dass eine möglichst reibungslose Integration der neuen Bürger in die Kreisstadt gelingt.

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