Mittelaltermarkt bietet viel Abwechslung 

„Lasse er sich Schwein und Met schmecken“

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Ein beliebter Treffpunkt ist immer wieder der Met-Stand.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. „Gehabt euch wohl, edler Kunde. Lasse er sich Schwein und Met recht gut schmecken.“ Auf dem Mittelaltermarkt im Schatten der Wildeshauser Alexanderkirche herrscht reges Treiben, immer wieder preisen die Standbeschicker ihre Waren an: „Nach dem Essen kommet doch zu mir auf einen Wein! Geht nicht zu ihr, die kommt nicht aus dem Arsch!“, ruft einer der Händler den Besuchern zu und schaut auf eine „Konkurrentin“.

Mitten im bunten Markttreiben steht Organisator „Faxe vom nordischen Marktvolk“ (Thomas Weber). Und er ist überaus zufrieden: „Wir sind nun schon zum dritten Mal hier, und in jedem Jahr konnten wir mehr Gäste verbuchen, der Markt ist sehr beliebt.“ Schon der Freitagabend sei ein voller Erfolg gewesen: „So viele Besucher hatten wir in noch keinem Jahr. Da macht es richtig Spaß, die Stände zu beschicken, alle sind zufrieden.“ Auch habe er in diesem Jahr mehr Händler und Versorger in der Kreisstadt: „Ich habe jetzt noch drei Plätze frei. Aber die werden im nächsten Jahr auch noch gefüllt.“ Damit gibt er bekannt, dass das „Nordische Marktvolk“ auch für 2018 schon gebucht ist.

Der Bogenbau von Olaf Kobbe interessierte Wolfgang Lowag ganz besonders. 

„Wir saufen den Met, bis keiner mehr steht...“, heißt es in einem Lied der Gruppe „Torfrock“. Und nach diesem Motto lassen es sich die Besucher gut gehen, die „Eriol der Wegelaberer“ zwischenzeitlich immer wieder mit seiner Irish Bouzouki unterhält. Mit dabei ist auch Peter Sperling: „Dieser Markt ist eine echte Bereicherung für den Weihnachtsmarkt und die gesamte Stadt. Es wird eben für jeden etwas geboten. Und genau das ist wichtig.“ Er habe sich schon seit Wochen auf das leckere Spanferkel von Schweinebräter „Helmut der Gutmütige“ gefreut.

Nicht gerade einfach war es, die Wurfaxt so zu werfen, dass sie im Brett stecken bleibt.

Aus Stuhr war Wolfgang Lowag gekommen: „Wenn hier etwas los ist, komme ich immer mal wieder nach Wildeshausen.“ Besonders interessiert zeigt er sich am Bogenbau von Olaf Kobbe, der die „Waffen“ auf seiner Bogenbauer- oder Schnitzerbank fertigt: „Ich brauche für einen Bogen etwa zwei volle Tage. Schließlich wird alles von Hand gefertigt.

Den Kindern hatte es besonders das Schaf angetan, das in einem Verschlag an einem der Stände stand. Gerne ließ es die Streicheleinheiten über sich ergehen.

Schnell wird deutlich, dass der Mittelaltermarkt ein beliebter Treffpunkt für viele Wildeshauser ist. Da wird an den Ständen gefeilscht, dem Met zugesprochen und viel Klönschnack gehalten. Und die Stände haben es in sich: Von Dinkelfladen bis zu Handtaschen, von Kinderschwertern bis zu Schmuck und von Hüten bis hin zu Fellen ist alles zu haben.

„Wenn erst einmal die Dunkelheit hereinbricht, wird es hier noch voller“, betont „Faxe“. „Dann gibt es auch eine tolle Feuershow, die immer wieder die Zuschauer anzieht.

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