Politik beschließt Betreibervertrag

Anwohner schätzt: Ein Drittel der Leuchten an der Immelmannstraße defekt

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Klaus Büsing zeigt die kaputten Lampen direkt vor seinem Haus. Eine Leuchte ist seit einem Jahr nicht mehr funktionsfähig.

wILDESHAUSEN - „Wir haben hier ein 100 Meter langes dunkles Loch“, schätzen Imke und Klaus Büsing mit Blick auf zwei defekte Straßenlaternen an der Immelmannstraße in Wildeshausen. „Das ist gefährlich und absolut ärgerlich.“ Seit Monaten wartet das Ehepaar darauf, dass jemand die Straßenlaternen vor dem Haus repariert, fünf Mal haben die Büsings nach eigenen Angaben bei der Stadtverwaltung angerufen – passiert ist aber nichts.

„Die eine Lampe ist seit etwa einem Jahr kaputt“, so Klaus Büsing. Das ist unschwer zu erkennen, denn es gibt dort weder einen Lampenschirm noch eine Birne. „Die zweite Lampe geht seit Herbst nicht mehr“, ergänzt seine Frau.

„Das Straßenstück ist komplett dunkel in der Nacht. Allerdings auch noch am Morgen, wenn die Schulkinder vorbeifahren. Sobald die dann noch dunkle Kleidung tragen, sieht man sie kaum noch, wenn man aus der Ausfahrt fährt“, kritisiert Klaus Büsing. Außerdem sei die Versuchung angesichts des fehlenden Lichts groß, dass Besucher der Diskothek auf dem Heimweg ihre Flaschen auf das Pflaster werfen, sodass überall Scherben liegen. „Das haben wir hier schon mehrmals gehabt“, sagen die Anwohner. „Auch das ist schließlich gefährlich, wenn Kinder auf Fahrrädern vorbeifahren.“

Klaus Büsing schätzt, dass an der Immelmannstraße von der Zeppelinstraße bis zum Westring etwa ein Drittel der Leuchten kaputt sind. Ihn ärgert, dass es überhaupt keine Rückmeldung gibt, ob die Lampen nicht mehr repariert werden können oder ob doch noch etwas passiert. „Oft ist es schließlich nur eine Birne, die ausgewechselt werden muss“, sagt er.

In der Stadtverwaltung ist die Situation an der Immelmannstraße bekannt. „Wir haben die Wartungsfirma beauftragt“, so Pressesprecher Hans Ufferfilge. Warum dort bisher nichts geschehen ist, kann er auch nicht sagen. Immerhin hat der Verwaltungsausschuss am Donnerstagabend beschlossen, nun einen Betreibervertrag auszuschreiben. Dieser soll eine Laufzeit von 20 Jahren haben und in einem ersten Schritt dafür sorgen, dass alle Lichtpunkte in Wildeshausen überprüft und auf modernste Technik umgestellt werden. In diesem Kontext müssten die Lampen an der Immelmannstraße komplett ausgetauscht werden. Aber nicht nur dort. Leser meldeten allein am Donnerstag defekte Lampen am Mergelgrund/Lehmkuhlenweg, an der Lessingstraße, an der Pestruper Straße und am Pickerweg. - dr

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