Bebauungsplan sieht Fuß- und Radweg vor 

Lohgerberei im Tausch gegen Landwirtschaft?

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Der gültíge Bebauungsplan sieht auf dem Gelände der Lohgerberei einen Fuß- und Radweg vor.

Wildeshausen - Die Wogen schlagen seit einigen Wochen hoch, denn die Nachricht, dass das Ensemble der alten Lohgerberei am Gildeplatz abgerissen werden und einem Neubau weichen darf, sorgt für viel Unmut in der Bevölkerung. Wie es dort nun weitergeht, ist aber derzeit völlig unklar, denn dem Vernehmen nach möchte der Besitzer des Grundstücks das Areal gerne im Tausch gegen landwirtschaftliche Flächen abgeben.

In einem Gespräch mit der Stadtverwaltung wurde der Wert von einer Million Euro genannt. Die Stadt Wildeshausen könnte einen derartigen Tausch gar nicht realisieren, weil sie nicht über die erforderlichen Flächen verfügt. Ein privater Investor ist derzeit nicht zu sehen. 

Sollte aber ein Wohn- und Geschäftshaus an der Stelle gebaut werden, könnte es nach Einschätzung von Experten Konflikte mit der Beschallung durch das Gildefest geben. Vor einem Neubau müsste ohnehin eine Änderung des Bebauungsplanes stehen. Dieser sieht auf dem Grundstück einen querenden Fuß- und Radweg vor, der zwar bislang nie gebaut wurde, aber nun mal planerisch festgeschrieben wurde.

„Wieviel UZW kann sich die Stadt leisten?“

Angesichts dieser Unwägbarkeiten kündigt Ratsherr Temming-Hanhof an, erneut eine Veränderungssperre für den Bebauungsplan Innenstadt zu beantragen. Damit könnte verhindert werden, dass weitere historische Bausubstanz verloren geht, weil die Stadt jedes Bauprojekt genehmigen müsste.

Unterdessen fordert der Ratsherr, die bislang nicht veröffentlichten 21 Seiten der Präsentation zum Urgeschichtlichen Zentrum in der alten Feuerwache an die Politik weiterzugeben. Auf diesen Seiten finden sich die Berechnungen für die Realisierung des Zentrums, die offenbar hohe Summen beinhalten. In einer Pressemitteilung hatte Bürgermeister Kuraschinski schon die Frage gestellt, „wieviel UZW kann sich die Stadt überhaupt leisten?“ Vor dem Hintergrund der vielen Projekte, die die Stadt noch auf der Agenda habe, sei bei der Entscheidungsfindung genau abzuwägen. „Dies betrifft insbesondere die Folgelasten, auch wenn wir hier eine große ehrenamtliche Unterstützung durch die Vereine erwarten dürfen“, so der Bürgermeister, der zudem auf Grundlage einer neuen Konzeption ergänzende Regelungen anregt, um historische Bausubstanz in Wildeshausen zu schützen. - dr

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