Vertrauensvolle und freundschaftliche Patenschaft

Wildeshausen und Logistikkompanie dokumentieren Willen zu gegenseitiger Hilfe

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Jörg Lackner (l.) und Bürgermeister Jens Kuraschinski unterzeichneten die Patenschaftsurkunde. 

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Stadt Wildeshausen und die 3. Kompanie des Logistikbataillons 161 in Delmenhorst haben am Freitagvormittag in der Feldwebel-Lilienthal-Kaserne eine Patenschaft begründet, die „im Sinne einer vertrauensvollen und freundschaftlichen Verbundenheit“ erfolgen soll. Zur Urkundenunterzeichnung waren Bürgermeister Jens Kuraschinski, Vertreter der Verwaltung, des Stadtrates, der Feuerwehr, der Gilde sowie Landrat Carsten Harings nach Delmenhorst gekommen.

Das Bataillon war mit einer Stärke von 131 Soldaten im Kasernenhof unter Kastanien angetreten, als Hauptmann Jörg Lackner als Kompaniechef deutlich machte, dass eine Patenschaft mit Wildeshausen „die richtige Folgerung und der einzig konsequente Schritt“ sei, wenn man die Entwicklungen der vergangenen Jahre betrachte. „Aus einer zunächst rein privaten Bindung einzelner noch immer in der 3. Kompanie dienender sowie ehemaliger Soldaten mit der Stadt Wildeshausen ist im Lauf der Jahre auch eine dienstliche Bindung entstanden“, so Lackner. Er nannte das Engagement beim VfL Wittekind, in der Freiwilligen Feuerwehr oder bei der Seniorenarbeit, mit der sich Soldaten in das gesellschaftliche Leben der Kreisstadt einbringen. Aus den privaten Bindungen heraus habe sich dann der Antrieb entwickelt, eine Tradition aufzubauen, dienstliche Veranstaltungen wie die jährliche Spendensammlung der Deutschen Kriegsgräberfürsorge bewusst in der Kreisstadt durchzuführen, so Lackner. Maßgeblich treibende Kraft sei in diesem Zusammenhang Major Romy Geier gewesen, die von der Herzlichkeit der Wildeshauser ganz begeistert gewesen sei.

„Die Stadt steht hinter ihren Bürgern, die in Uniform ihre Pflichten für die Bundesrepublik Deutschland in Delmenhorst erfüllen“, so Kuraschinski. Viele Wildeshauser fühlten sich nach mehr als 50 Jahren Garnisonsstandort immer noch der Bundeswehr verbunden.

Einige Vertreter waren aus der Stadt Wildeshausen zur Urkundenunterzeichnung gekommen, darunter Wolfgang Sasse, Evelyn Goosmann, Thomas Eilers und Carsten Harings (vorne von links).

„Leider kennen die Wildeshauser auch die Schattenseiten des Soldatenlebens. Im Mai 2011 wurden wir mit der harten Realität des Bundeswehreinsatzes direkt konfrontiert, als der Wildeshauser Hauptfeldwebel Tobias Lagenstein in Afghanistan sein Leben verlor, nachdem er zuvor in eine Sprengfalle geraten war. Die Solidarität der Bürger mit der Familie und der Bundeswehr war damals ungebrochen und sie besteht fort. Fest steht, dass der Volkstrauertag in Wildeshausen seit 2011 wieder eine andere Bedeutung als andernorts erhalten hat“, erklärte Kuraschinski, der danach seine Freude darüber äußerte, dass es einen neuen und gemeinsamen Weg geben soll, der von einer vertrauensvollen und freundschaftlichen Verbundenheit getragen wird.

Wildeshausen und 3. Kompanie des Logistikbataillons 161 Delmenhorst begründen Patenschaft

 © Rohdenburg
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„Für mich ist es keine Frage, eine neue Patenschaft zu begründen, auch wenn die Kompanie eigentlich nicht in Wildeshausen beheimatet ist“, so der Bürgermeister. Besonders schön sei es auch, dass die Gremien der Stadt hinter der Patenschaft stünden.

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