Für jüngere Generation

Wildeshausen lebt die Erinnerung: Aktionen gegen Rechtsextremismus

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Imke Schmidt (links), Jens Kuraschinski und Majken Hjortskov stellten am Donnerstag den Flyer zur „Gelebten Erinnerung in Wildeshausen“ mit diversen Veranstaltungen vor.

Wildeshausen - „Die Veranstaltungen sollen in diesem Jahr etwas moderner sein, um auch die jüngere Generation anzusprechen“, sagte die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wildeshausen, Majken Hjortskov, mit Blick auf die verschiedenen Aktionen, die in diesem Jahr zum Motto „Gelebte Erinnerung in Wildeshausen“ über die Bühne gehen sollen.

Sie wurden vom Präventionsrat der Stadt organisiert. Kreisstädter, die ein Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen wollen, haben unter anderem bei einem Erinnerungsgang, einer Lesung und bei einer Feierstunde die Chance dazu.

Den Auftakt der Veranstaltungsreihe macht auch in diesem Jahr der Erinnerungsgang am Freitag, 9. November, ab 14.30 Uhr vom Marktplatz. Die Aktion soll die Teilnehmer an die Reichspogromnacht vor 80 Jahren denken lassen, in der diverse jüdische Geschäfte zerstört, Synagogen niedergebrannt und Juden getötet wurden. 

Der Gang soll daran erinnern, dass auch die Stadt Wildeshausen betroffen war. Er wird in diesem Jahr organisiert vom Gymnasium Wildeshausen. Es schließt sich gegen 16 Uhr eine Feierstunde auf dem jüdischen Friedhof an. Der Landesverband der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen lädt gemeinsam mit dem Arbeitskreis „Für Demokratie und Toleranz“ ein.

Maria Anna Stommel und Heike Röhrs werden zudem am Dienstag, 13. November, ab 19 Uhr im Trauzimmer des historischen Rathauses aus dem „Pariser Tagebuch 1941 bis 1944“ von Hélène Beer vorlesen. „Sie gilt als die französische Anne Frank“, erklärte Hjortskov. Beer habe damals beschlossen, nicht zu fliehen, sondern zu helfen. So habe sie sich mit ihrer Schwester um die Kinder deportierter Juden gekümmert. Enno Popken wird die Lesung am Saxofon begleiten.

Die Veranstaltungsreihe schließt mit dem Film „Aus dem Nichts“, der am Mittwoch, 28. November, ab 20 Uhr im LiLi-Servicekino gezeigt wird. In diesem Thriller von Fatih Akin verändert sich das Leben von Katja (Diane Krüger) schlagartig, als sie ihre Familie bei einem rechtsextremen Bombenanschlag verliert.

lo

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