Jungunternehmer starten durch

Lauren Riedel und Tom Schmidt bringen zweite „Reternity“-Kollektion heraus

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Die „Reternity“-Shirts und -Mützen sind schlicht und stellen den Markennamen in den Vordergrund.

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Bei Lauren Riedel und Tom Schmidt handelt es sich um Jungunternehmer im Wortsinne. Die beiden Wildeshauser sind 19 und 21 Jahre alt. Sie verkaufen im Internet Mode ihres eigenen Labels „Reternity“.

Zwei Jungspunde, die sich Geschäftsführer nennen? „Viele Leute reagieren skeptisch und sagen: ,Lass die mal machen‘“, weiß Schmidt um die jugendliche Naivität, die ihm und seinem Kompagnon unterstellt wird. „Aber wir sehen das anders. Wir machen das sehr professionell“, betont er. Es handele sich um keine Eintagsfliege. Alles sei kalkuliert.

Schmidt, ein sportlicher, junger Mann mit Armreif, Ringen, modischen Schuhen und Hemd, hat das Ziel, irgendwann hauptberuflich von „Reternity“ zu leben. Zurzeit macht der 19-Jährige eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Volksbank Wildeshauser Geest und wohnt bei seinen Eltern. Zudem ist er als Mittelfeldspieler in Diensten des SV Atlas Delmenhorst in der Oberliga aktiv.

Riedel ist ebenfalls als Fußballer unterwegs, stand als Torwart für den VfL Wildeshausen auf dem Platz. Inzwischen lässt ihm sein duales Marketingmanagement-Studium in Hamburg allerdings keine Zeit mehr dafür. Der 21-Jährige „saugt überall was auf“, um „Reternity“ voranzubringen. Sei es im Studium oder beim Gespräch, das er und Schmidt mit einem anderen Gründer geführt haben. „Um nicht die gleichen Fehler zu machen.“

Zurück zur Mode, für die sich beide immer schon interessiert haben. „Reternity“ steht für schlichte Kleidung, „die man auf der Straße tragen kann, die sich aber auch für ein Restaurant und fürs Feiern eignet“, so Schmidt. Lag der Fokus bei der ersten Kollektion, die im April herauskam, noch auf kurzen Sprüchen und Schriftzügen wie „Jesus“, geht es beim „zweiten Drop“ (Schmidt) darum, das Branding (Logo) prominent zu platzieren. „Man muss als Start-up, als Marke, auch auffallen.

Fertigung im Ausland

Die beiden Jungunternehmer lassen für ihre Mode Rohlinge in kleinen Stückzahlen im Ausland, zum Beispiel in Bangladesch, fertigen. Die T-Shirts und Caps bedrucken sie dann mit einer eigenen Maschine. Dass viele asiatische Produktionen keinen guten Ruf haben, ist Schmidt bewusst. „Aber wenn wir ein Shirt in Deutschland produzieren ließen, könnten wir es nicht unter 100 Euro verkaufen“, sagt er.

Und inzwischen kommen genug Bestellungen rein, um die Unkosten des Unternehmens zu decken. „Wir reinvestieren die Einnahmen“, so Schmidt, der die Klamotten von Wildeshausen aus an die Kunden verschickt. Dies und das Marketing sind zurzeit die Hauptaufgaben für das Duo. Für Letzteres schreiben sie Blogger und „Influencer“ an. Diese setzen sich gekonnt mit Fotos auf Internetplattformen wie Instagram in Szene und werben dabei indirekt für die Produkte, die sie tragen. „Wir versuchen, Kontakte zu knüpfen“, sagt Schmidt, der zum Beispiel auf den Profifußballer Alexander Esswein von Hertha BSC Berlin verweist. Wobei das Geschäft hart ist. „Der Markt ist überströmt. Wir versuchen unsere Nische zu finden“, ist der 20-Jährige realistisch.

Hinter „Reternity“ stehen außer den beiden auch einige Freiwillige, die sich um die Homepage kümmern und beim Design beraten. Zwar ist erst Anfang des Monats die zweite Kollektion rausgekommen, aber hinter den Kulissen wird schon für den Herbst geplant. „Man kann nicht stehen bleiben. Die anderen Anbieter gehen auch weiter“, sagt Schmidt.

www.reternity.de

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