Stadt bereitet Vergabeentscheidung vor

Kindergarten-Immobilie soll den Besitzer wechseln

So sieht der Entwurf von Helmut Müller für einen Neubau an der Harpstedter Straße aus.

Wildeshausen - Am vergangenen Wochenende räumten die Mitglieder der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft ihr Domizil im ehemaligen Kindergarten „Pusteblume“ an der Harpstedter Straße komplett aus und zogen in das alte Feuerwehrhaus in Wildeshausen an der Hunte um. Welche Nachnutzung es für das Grundstück oder das sanierungsbedürftige Haus gibt, wird sich nach Angaben der Stadtverwaltung nun bald entscheiden.

„Die Vergabe wird vorbereitet“, so Pressesprecher Hans Ufferfilge auf Nachfrage. Es habe im Vorfeld noch eine eingehende juristische Prüfung gegeben, an der mehrere Anwälte beteiligt waren.

Vor knapp einem Jahr hatte der Verwaltungsausschuss der Stadt den Auftrag gegeben, die Liegenschaft zu veräußern. So war ursprünglich geplant, ein Interessenbekundungsverfahren anzuschieben, um Käufer zu finden. Bislang ist aber noch nichts passiert. Schon vor Jahren war die Immobilie öffentlich angeboten worden. Es gab bereits Interessenten und Gebote. Dann wurde ein Zuschlag zurückgestellt, weil es neue Pläne gab, dort Flüchtlinge unterzubringen.

Das Thema ist seit geraumer Zeit nicht mehr aktuell. Es gibt aber weiterhin Interessenten für die Immobilie, oder das rund 2.000 Quadratmeter große Grundstück.

Die Türen sind zu. Derzeit nutzt niemand das Gebäude des ehemaligen Kindergartens. Er soll schon bald verkauft werden.

So hatte Immobilienkaufmann Helmut Müller im Sommer seine Pläne vorgelegt, das Grundstück zu erwerben und zu bebauen. Müller möchte dort ein Mehrfamilienhaus in Form eines Laubenganghauses erstellen. Er plant zwölf bis 14 Wohneinheiten, die zum Teil barrierefrei wären und im Rahmen von gefördertem Wohnungsbau vermietet werden könnten. Der rechtskräftige Bebauungsplan lässt die geplante Realisierung allerdings derzeit nicht zu.

Die Stadt verfolgte aber wohl bisher andere Ziele. Aus städtebaulichen Gründen sollte die Immobilie für eine ärztliche/tierärztliche oder freiberufliche Verwendung gegen Höchstgebot veräußert werden. Sofern das Gebot allerdings unter dem vom Gutachterausschuss des Katasteramtes Wildeshausen ermittelten Verkehrswert liegt, war eine erneute Beratung über den Verkauf geplant.

Welchen rechtssicheren Weg die Stadt nun wählt, wollte Ufferfilge noch nicht sagen. Es ist aber davon auszugehen, dass die Immobilie nun bald den Besitzer wechselt.

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