Antrag abgeschmettert

Keine „Internationale“ beim nächsten Gildefest

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Schaffer Andreas Müller, General Jens Kuraschinski, Oberstleutnant Andreas Tangemann und König Andreas Tonn (v.l.) mit dem neuen Schützenboten Werner Hagelmann (M.).

Wildeshausen - „Pingsten ward fiert“ und „Die Internationale“ wird nicht gesungen. Sachliche Analysen, ernste Anregungen, aber auch viel Spaß bestimmten die Generalversammlung der Wildeshauser Schützengilde von 1403. General Jens Kuraschinski konnte am Sonnabend in der Widukindhalle 282 Gildemitglieder begrüßen, darunter König Andreas Tonn und Schaffer Andreas Müller.

Oberst Wilhelm Meyer war krankheitsbedingt verhindert. Ihn vertrat sein Adjutant Oberstleutnant Andreas Tangemann, der in seinem Bericht auf das Gildefest und vor allem auf das gelungene Kinderschützenfest einging. Der Verein „Die sieben Zwerge“ und der Gildeclub „Orange Bommels“ hätten sich beim Kinderschützenfest besonders engagiert. Das sei zur Nachahmung empfohlen, so Tangemann. Kinderkönig wurde Alexander Dünzelmann.

„Der Ausmarsch war wieder einmal das reinste Chaos“, übte Tangemann Kritik an der Disziplin des Regiments. Dies sei aber zum Teil auf die mangelnde Beschallung auf der Herrlichkeit zurückzuführen. Bereits zum Gildefest 2018 soll Abhilfe geschaffen werden, so Tangemann.

Einstimmig wurde für das nächste Gildefest votiert. Die „Internationale“ gehört aber weiter nicht zum Repertoire.

Eine weitere Baustelle ist der Pfingstmittwoch. Die Beteiligung sei immer sehr schwach. Die Anregung von Schatzmeister Siegbert Schmidt „Ihr müsst am Dienstag nicht so lange feiern und früher ins Bett gehen“, kam erwartungsgemäß bei den Gildemitgliedern nicht so gut an.

Die Frage nach der Zukunft der Gilde und des Gildefestes stellte Tangemann: „Wie stellen wir die Gilde zukünftig auf? Die Väter haben sich in den 50er-Jahren des vorigen Jahrhunderts die gleiche Frage gestellt und 1953 mit den Statuten eine Antwort gefunden. Aber die Zeiten ändern sich, wir werden uns Gedanken machen müssen“, so Tangemann.

Eine positive Rückmeldung zum vergangenen Gildefest gab es vom General: „Ich habe sehr viel Kontakt mit den anderen Behörden in Wildeshausen. Das Gildefest läuft trotz seiner Größe immer sehr friedlich ab.“

Schatzmeister Siegbert Schmidt konnte in seinem Kassenbericht eine positive Bilanz ziehen. Der Mitgliederbestand sei durch die Neueintritte vom Pfingstdienstag auf 3662 Gildebrüder angewachsen.

Kompanie Huntetor bei "Die Internationale" textsicher

Jürgen Luthardt konnte für die Königskompanie vermelden, dass die Könige auch in diesem Jahr ihre Oldie-Fete am Pfingstheiligabend veranstalten werden.

Der einzige Antrag wurde von der Kompanie Huntetor gestellt. Zukünftig solle auf der Generalversammlung vor dem Absingen des „Wildeshauser Lieds“ „Die Internationale“ gesungen werden. Hauptmann Marco Tschöpe hatte auf der Kompanieversammlung das Lied schon einmal probehalber singen lassen. „Ich war überrascht, wie textsicher das vorgetragen wurde“, so Tschöpe. Der Antrag wurde aber vom Vorstand erwartungsgemäß als nicht zulässig abgeschmettert.

Kuraschinski stellte in Werner Hagelmann den neuen Schützenboten vor. Hagelmann ist Nachfolger von Walter Rykena, der sein Amt im vergangenen Jahr zur Verfügung gestellt hatte. Dann wurde die wichtigste Frage einer jeden Generalversammlung der Wildeshauser Schützengilde gestellt: Soll auch 2018 das Gildefest ausgerichtet werden? Das Votum war einstimmig: „Pingsten ward fiert!“ - hri

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