Sozialkontakte neben dem Klärwerk

Hundefreilauffläche sehr beliebt  - 301 Mitglieder bei Facebookgruppe

Nutzen die Freilauffläche: Nele Bruning (l.) und Petra Sandstede. Foto: dr
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Nutzen die Freilauffläche: Nele Bruning (l.) und Petra Sandstede.

Wildeshausen - 60 Meter mal 60 Meter (3 600 Quadratmeter) misst die Hundefreilauffläche, die seit Anfang Juni auf dem Überschwemmungsgebiet neben dem Wildeshauser Klärwerk zur Verfügung steht. Selbst bei Regen oder Minusgraden treffen sich dort Hundehalter aus der Region. Eine Facebookgruppe hat bereits rund 300 Mitglieder. Dort verabreden sich die Hundehalter und tauschen sich über ihre Erfahrungen mit ihren Vierbeinern oder Tierärzten aus.

Damit zeigt sich, dass der Bedarf groß ist und es längst überfällig war, in Wildeshausen ein Areal auszuweisen, auf dem die Hunde herumtollen können. „Die Fläche wird wirklich gut genutzt“, sagen Nele Bruning aus Wildeshausen und Petra Sandstede aus Harpstedt, die ihre Hunde auf dem Gelände laufen lassen. „Es kommen sogar Leute aus Vechta hierher. Dieser Platz ist ganz wichtig für die sozialen Kontakte unter den Tieren.“

Offenbar pflegen die Besitzer ebenfalls gerne soziale Kontakte. „Wir stehen hier schon mal eine Stunde oder länger, unterhalten uns und spielen mit den Hunden“, sagt Bruning, die es schade findet, dass auf dem Platz bislang kein Wasseranschluss vorhanden ist. „Während der langen Hitze im Sommer war das etwas schwierig.“ Allerdings seien die meisten Hundebesitzer darauf vorbereitet gewesen und hätten Wasser in Flaschen oder Kanistern mitgebracht.

„Es wäre zudem schön, wenn es hier einen Unterstand für die Tierhalter gäbe“, finden die Frauen. Gerade im Herbst und Winter sei es doch recht unangenehm auf dem freien Feld am Nordring. Zudem hoffen sie darauf, dass irgendwann auch noch Trainingsgeräte auf dem Platz installiert werden. Seitens der Stadt gibt es dafür allerdings derzeit keine Bestrebungen. Ursprünglich war auch ein wesentlich größerer Anteil der 8 500 Quadratmeter großen Überschwemmungsfläche als Hundefreilauffläche angedacht gewesen, aber letztendlich standen im Haushalt nur 20 000 Euro zur Verfügung. Die jährlichen Betriebskosten liegen bei 1 600 bis 2 000 Euro. Der Bauhof mäht das Areal regelmäßig.

Zurück zu den Trainingsgeräten: Auch Linken-Ratsfrau Kreszentia Flauger, auf deren Initiative die Hundefreilauffläche erstmals im Jahr 2012 in der Wildeshauser Politik diskutiert wurde, weiß nichts von solchen Planungen. „Vielleicht findet sich ja ein Sponsor“, regt sie an. Es gäbe in der Stadt schließlich Futtermittelhersteller sowie Tierbedarfshandlungen, die sich in der Sache engagieren könnten.

Ab dem 1. April werden die Hundehalter den Platz auf jeden Fall besonders zu schätzen wissen, denn dann beginnt in Niedersachsen die Brut- und Setzzeit. Das heißt: Ab dann müssen die Vierbeiner grundsätzlich an der Leine geführt werden, wenn sie draußen unterwegs sind.  dr

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