Aufladestation für E-Bikes geplant

Zwei neue Abstellplätze: Wildeshausen hat ein Herz für Radler

Station 1: Am Stellmacherplatz ist die Stelle bereits für die Fahrradständer vorbereitet.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Wildeshauser Innenstadt wird in den kommenden Monaten viel fahrradfreundlicher. An zwei Stellen sollen moderne Abstellplätze installiert werden. Hintergrund ist, dass das Angebot für Pendler, die den Zug benutzen, sowie Besucher von Festen auf dem Marktplatz derzeit bei Weitem nicht ausreicht.

Das erste Projekt soll bereits im Februar am Stellmacherplatz abgeschlossen werden. Dort wurden schon im November Bäume und Sträucher entfernt, um Platz für 48 überdachte Fahrradständer zu schaffen. Laut dem im Haushalt aufgeführten Investitionsprogramm der Stadt kostet die Anlage 112 .000 Euro. 87 Prozent der Kosten werden von der Landesnahverkehrsgesellschaft übernommen, sodass die Stadt einen Zuschuss von 97. 400 Euro erhält.

Die Zusage hatte die Stadt schon vor einem Jahr erreicht. Nach Angaben des Wildeshauser Baudezernenten Manfred Meyer soll die Fläche direkt vor der Musikschule bis Ende des Monats vorbereitet sein, da im Februar die komplette Anlage geliefert wird.

Weitere 48 überdachte Stellplätze werden bis zum Sommer in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes an der Ladestraße geschaffen. Meyer hat den Bereich neben dem Bahnsteig direkt an den Stromkästen ins Auge gefasst. „Das ist dann von beiden Seiten gut einsehbar“, erklärt er mit Blick auf möglichen Vandalismus. „Wir werden Teile der Hecke entfernen oder kürzen, um das freier zu gestalten.“

Station 2: In unmittelbarer Nähe zu den Gleisen soll hinter den Trafokästen ein Unterstand installiert werden. Fotos: Rohdenburg

Diese „Bike+Ride“-Anlage ist im Haushalt mit 102. 000 Euro ausgewiesen. Auch in diesem Fall gibt es einen Zuschuss. Laut Investitionsplan fördert die nationale Klimaschutzinitiative das Vorhaben mit 51 .000 Euro. Nach Meyers Angaben sind sechs Schließfächer eingeplant. Dort können die Nutzer ihr Fahrrad einschließen und zusätzlich den Akku des E-Bikes oder des Smartphones laden. „Zu diesem Zweck lädt der Kunde eine App herunter, bezahlt und erhält dann einen Code, mit dem er die Klappe öffnen kann“, erzählt der Baudezernent.

Wie hoch die Summe sein wird, die der Radfahrer für Strom und Abstellplatz zu entrichten hat, muss die Politik in den kommenden Monaten entscheiden. Das Angebot soll aber nicht allzu viel kosten. Ziel sei es aber, so der Baudezernent, auf diesem Weg zu erreichen, dass die neue Anlage pfleglich behandelt und nur von Menschen benutzt wird, die dort ihr Rad parken wollen.

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